Suche, Kauf, TÜV und deutsche Zulassung...
Im Juni 2009, nach langer Suche, zuerst ohne Geld, dann mit zu wenig - und nach zwei kleineren Rückschlägen - kaufte ich dann doch endlich "meinen" Düsseldorfer Mercedes in Österreich: Kastenwagen, 12/1982 typisiert, 22 tkm, 7m lang, Hochdach, Ex-Atemschutzfahrzeug (ASF, mit Stromaggregat und Kompressor) und in einem absolut leckeren Zustand, nahezu rostfrei. Klar wurden auch die genutzt und bei der Abrüstung durch die Feuerwehr wurden viele Kabel einfach durchgeschnitten und blind liegen gelassen, sowie auch die ganzen feuerwehrtypischen Beschriftungen außen entfernt. Interessanterweise auch die Aufkleber des Umrüsters Rosenbauer...Beobachtet hatte ich die beiden Feuerwehren schon seit 5.5., aber ohne Moos nix los. Für den gleichen Preis hätte man zwar auch fertig ausgestattete Wohnmobile auf Kastenwagenbasis bekommen, aber die sind dann meistens recht arbeitsaufwendig. Und ein "richtiges" Wohnmobil rostet zwar nicht an der Karosserie, ist aber auch nicht unbedingt das, was ich haben wollte. Auf das ständige Entfernen der braunen Pest hatte ich trotzdem keine Lust mehr. Da baue ich mir lieber einen Minimalausbau selber...
Riesigen Luxus darf man natürlich als Fahrer eines so alten LKW nicht erwarten. Naja, eigentlich durfte man von Mercedes Nutzfahrzeugen lange sowieso keinerlei Schnickschnack erwarten. Aber man kann sagen was man will, rein qualitativ sind die Dinger echt gut gewesen.
Heute hatte ich auf der Zulassungsstelle angerufen wegen der Umschreibung auf deutsche Papiere. Man sagte mir, dass ich mit dem Ding zum TÜV müsse und die dann urteilten, ob die Angaben in den österreichischen Papieren ausreichen. Andernfalls Vollabnahme. Wäre auch ok, kostet nur unwesentlich mehr. Wiegen lassen muss ich ihn definitiv, denn das Leergewicht ist mit 5000 kg eingetragen...
Laut einem Merkblatt aus dem Netz brauche ich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom KBA (angeblich als Bestätigung, dass noch keine deutschen Papiere für das Fzg. ausgestellt wurden), aber die Zulassungsdame meinte, dass ich diesen Wisch nur bräuchte, wenn ich keinen Brief hätte. Hmmm... Da bin ich aber jetzt mal echt gespannt, was da wieder bei raus kommt...
Heute hatte ich auf der Zulassungsstelle angerufen wegen der Umschreibung auf deutsche Papiere. Man sagte mir, dass ich mit dem Ding zum TÜV müsse und die dann urteilten, ob die Angaben in den österreichischen Papieren ausreichen. Andernfalls Vollabnahme. Wäre auch ok, kostet nur unwesentlich mehr. Wiegen lassen muss ich ihn definitiv, denn das Leergewicht ist mit 5000 kg eingetragen...
Laut einem Merkblatt aus dem Netz brauche ich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom KBA (angeblich als Bestätigung, dass noch keine deutschen Papiere für das Fzg. ausgestellt wurden), aber die Zulassungsdame meinte, dass ich diesen Wisch nur bräuchte, wenn ich keinen Brief hätte. Hmmm... Da bin ich aber jetzt mal echt gespannt, was da wieder bei raus kommt...
Andere Leute kaufen sich ein Auto, bauen da ihr Radio ein und der Fall ist erledigt. Komisch... Ich muss meine Fahrzeuge meistens erst mal fahrbereit machen. In der letzten Zeit beginne ich anstehende Fahrzeugwechsel merkwürdigerweise dauernd mit dem Abrüsten... Vielleicht sollte ich mir endlich mal Autos in einer anderen Farbe anschaffen, da ist dann bestimmt auch wesentlich weniger Feuerwehrkram an Bord... ;-)
Ein paar Stunden später war dann alles raus. Mann, hatte ich da geschwitzt. Nicht wegen der ganzen Kabel, der Regale und Schränke oder dem Handgas vom Laderaum zum Gashebel an der Pumpe, nein. Wir haben diese Woche 30° Celsius und - wie bei uns in der Rheinebene üblich - eine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass der Schweiß nirgens hin verdunsten kann. Im Laderaum ist es entsprechend noch schöner, weil da nicht mal Wind durch pustet und die Sonne den Blechkasten zum Backofen werden lässt...
Mein Kleinwagen ist doch immer für eine Überraschung gut, musste ich nun feststellen. Eigentlich hatte ich ja nur unter dem Heck gelegen, weil ich mal messen wollte, mit welcher Schlüsselweite das Zugmaul verschraubt ist. Ich brauche die Rockinger Kupplung nicht und möchte sie nicht unnötig spazieren fahren.
Mein Blick fiel irgendwann auf die Unterseite der hölzernen Bodenplatten. Hä? Was ist das denn? Rost? Kann ja gar nicht sein...!
Der "Klopftest" ließ alle Zweifel entschwinden: Metall. Aber nicht einfach nur Blech, sondern eher "Blech" aus dem Schiffsbau. Ja, ich habe 4 fette Metallplatten gaaanz hinten unter dem Holzboden. Je eine links und rechts in den hintersten Ecken, mittig zwei voreinander über dem Reserverad. Ich kann die auch nicht anheben, also sind die wohl recht massiv. Das erklärt zumindest, warum der Kleine hinten so tief in der Federung hängt und vorne so hochbeinig aussieht...
Vermutlich hatten die Rosenbauers die Platten als Gegengewicht für das Stromaggregat und den Kompressor benutzt. Diese beiden waren direkt hinter der Trennwand montiert gewesen und drückten kräftig auf die Vorderachse. Ohne Lenkhilfe hätte man sonst vermutlich zu zweit am Lenkrad zerren müssen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten die Jungs besser eine richtige Servolenkung verbaut... ;-)
Mein Blick fiel irgendwann auf die Unterseite der hölzernen Bodenplatten. Hä? Was ist das denn? Rost? Kann ja gar nicht sein...!

Der "Klopftest" ließ alle Zweifel entschwinden: Metall. Aber nicht einfach nur Blech, sondern eher "Blech" aus dem Schiffsbau. Ja, ich habe 4 fette Metallplatten gaaanz hinten unter dem Holzboden. Je eine links und rechts in den hintersten Ecken, mittig zwei voreinander über dem Reserverad. Ich kann die auch nicht anheben, also sind die wohl recht massiv. Das erklärt zumindest, warum der Kleine hinten so tief in der Federung hängt und vorne so hochbeinig aussieht...
Vermutlich hatten die Rosenbauers die Platten als Gegengewicht für das Stromaggregat und den Kompressor benutzt. Diese beiden waren direkt hinter der Trennwand montiert gewesen und drückten kräftig auf die Vorderachse. Ohne Lenkhilfe hätte man sonst vermutlich zu zweit am Lenkrad zerren müssen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten die Jungs besser eine richtige Servolenkung verbaut... ;-)
Den widerspenstigen (gesamten) Laderaumboden hatte ich irgendwann nachts noch losgeschraubt/-gebohrt. Somit konnte ich gleich am nächsten Morgen die Flex anschmeißen und die Schweißstellen auftrennen. Danach schweißte ich kurze Stücke dickwandigen Vierkantrohrs auf die hintersten drei Platten, darin konnte ich den Haken des Kettenzugs einhängen. Das obere Ende der Winde kam an seinen angestammten Platz in der provisorischen Brücke, die ich vor fast 10 Jahren mal zum Wechsel eines VW Bus Motors zusammengebrutzelt hatte.
Innerhalb relativ kurzer Zeit waren alle Platten raus. Die größte war so schwer, dass ich sie kaum hochkant stehend auf die Seite "wackeln" konnte. Jedenfalls war ich immer sprungbereit, um um Falle eine Falles meine Füße rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können...
Ich hatte für die vier Platten ein Gesamtgewicht von rund 580 kg errechnet...
Jetzt schraube ich erst mal die hinterste Bodenplatte wieder fest und versuche mein Glück bei TÜV und Zulassungsstelle. Danach kommt der ganze Boden raus und die Rahmen bekommen eine Entrostung und Versiegelung spendiert. Anschließend gibt es neue Bodenplatten...
Innerhalb relativ kurzer Zeit waren alle Platten raus. Die größte war so schwer, dass ich sie kaum hochkant stehend auf die Seite "wackeln" konnte. Jedenfalls war ich immer sprungbereit, um um Falle eine Falles meine Füße rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können...

Ich hatte für die vier Platten ein Gesamtgewicht von rund 580 kg errechnet...
Jetzt schraube ich erst mal die hinterste Bodenplatte wieder fest und versuche mein Glück bei TÜV und Zulassungsstelle. Danach kommt der ganze Boden raus und die Rahmen bekommen eine Entrostung und Versiegelung spendiert. Anschließend gibt es neue Bodenplatten...
Am Donnerstag dem 9. Juli holte ich mir auf der Zulassungsstelle Überführungskennzeichen. Auf diese Weise war ich so lange mobil, um meinen "Kleinwagen" zu tüffen und alle dazu nötigen Prüfungen und Papiere zu beschaffen.
Ich holte mir einen Termin für die Vollabnahme, denn schließlich bin ich anständig und will niemanden bedrängen. Ich sollte 2½ Stunden später dort antanzen - mit gewogenem Fahrzeug. Das Wiegen lassen hatte ich nicht mehr hin bekommen. Macht aber nichts, schließlich habe ich 5 Tage lang die Berechtigung zu fahren.
Pünktlich um 14 Uhr stand ich auf der Matte. Überaus wichtig stolzierte der TÜVer um mein Auto. Naja, muss ja auch alles seine Richtigkeit haben. Bisschen wackeln hier, bisschen drücken da, hier und da mal ziehen oder fummeln... Fahrgestellnummer überprüfen... Das Wichtigste war noch der Bremsenprüfstand.
Die Liste: Einseitig wirkende Bremse vorne, Lenkrad Schiefstellung, Bodenplatten lose, Leermasse bestimmen, Abgasuntersuchung, Erstprüfung des EG-Kontrollgerätes (Fahrtschreiber). - Naja, das sollten ja lösbare Probleme sein.
Die losen Bodenplatten schraubte ich wieder fest. Entrosten und neue Bodenplatten folgen also etwas später.
Die einseitige Bremse war durch einfaches Nachstellen von unter dem Auto problemlos zu beseitigen.
Für die Schiefstellung des Lenkrades mussten wir die Lenksäule lösen, weil die Blinkerrückstellung anschließend ja auch für beide Richtungen gleich erfolgen sollte. Und dazu musste halt die Verzahnung unten am Kreuzgelenk des Lenkgetriebes verdreht werden...
Die leichtesten Übungen waren das Wiegen und die Abgasuntersuchung...
Aber es galt auch, eine kleine menschliche Hürde zu nehmen: Der Prüfer vom TÜV Grünstadt wollte eine Prüfung des Fahrtenschreibers, dessen Uhr aber leider defekt ist und somit die Schreiberkarte nicht antreibt. Dieser Defekt wäre ja nicht weiter dramatisch, da für meine Privatnutzung weder ein Fahrtschreiber / EG-Kontrollgerät vorgeschrieben ist, noch dessen Prüfung. (Nachzulesen in der StVZo §§ 57a und 57b jeweils Abs. 1 und in der EWG 3820/85)
Leider interessierte sich der Prüfer nur für das was er wollte, nicht für das in den Gesetzen zu Lesende. Im Forum der Busfreaks machte ich eine Anfrage, rief aber gleich darauf beim TÜV in Ludwigshafen an und ließ mir einen der technischen Herren geben. Der bestätigte mir auch erst mal die Existenz einer Erstprüfungspflicht, konnte aber auch nicht sagen, wo man das nachlesen könnte. Ich diskutierte mit ihm über den Unsinn einer solchen Regel, wenn ich den Schreiber nach dieser Erstprüfung niemals mehr kontrollieren lassen müsse. Das gab ihm dann doch zu denken. Er ließ mich einen Augenblick warten und meldete sich wieder: "Hallo? Hören Sie? Ich hab eben mal zwei Kollegen gefragt, die hier gerade am Schreibtisch sitzen. Die meinten wie aus einem Mund, dass der Schreiber nicht geprüft werden müsse. Wenn sich Ihr Prüfer absichern will, dann soll er einen Vermerk in die Papiere machen, dass das Fahrzeug für private Nutzung ist und für gewerbliche Nutzung der Schreiber geprüft werden muss."
Dieses neue Wissen (bzw. dessen Bestätigung) teilte ich gleich mit den Leuten im Forum und war froh, dass ich mich deswegen schon mal nicht verrückt zu machen brauchte. Interessanterweise wollte mir einer der Freaks, der offensichtlich immer unterwegs zu sein scheint, eintrichtern, dass das Kontrollgerät eben DOCH geprüft werden müsste. Naja, wenn er meint. Belegen konnte er es jedenfalls auch nicht und versuchte es stattdessen mit faulen Tricks... Peinlich, sowas...
Aber egal, der Montag bestätigte, dass selbst ein noch so wichtiger TÜV-Prüfer noch sachverständiger werden kann. Bremse war ok, der Boden fest, das Leergewicht per Wiegeschein bestätigt, das Lenkrad gerade und einen AU-Schein hatte ich auch dabei. Nur meine Theorie des nicht zu prüfenden Schreibers wollte er noch nicht verstehen. Als ich ihm von meinem Gespräch mit Herrn P. vom TÜV LU berichtete, wurde es still. Er schnappte sich ein Telefon und verschwand im Büro. Keine Minute später stand er wieder vor mir und sagte: " Also, das EG-Kontrollgerät muss nicht geprüft werden...". Ach nee!? Das sind ja erfreuliche Neuigkeiten...
Dafür lässt er mich jetzt mit den Papieren schmoren. Da ich ihm erzählt hatte, dass ich derzeit eh blank sei und die Karre nicht gleich anmelden könne, verzichtete er am Montag auf den Schreibkram. Und am Dienstag, am Mittwoch, ...
Mir egal, der soll mal ruhig vorher noch in den Urlaub fahren...
Ich holte mir einen Termin für die Vollabnahme, denn schließlich bin ich anständig und will niemanden bedrängen. Ich sollte 2½ Stunden später dort antanzen - mit gewogenem Fahrzeug. Das Wiegen lassen hatte ich nicht mehr hin bekommen. Macht aber nichts, schließlich habe ich 5 Tage lang die Berechtigung zu fahren.
Pünktlich um 14 Uhr stand ich auf der Matte. Überaus wichtig stolzierte der TÜVer um mein Auto. Naja, muss ja auch alles seine Richtigkeit haben. Bisschen wackeln hier, bisschen drücken da, hier und da mal ziehen oder fummeln... Fahrgestellnummer überprüfen... Das Wichtigste war noch der Bremsenprüfstand.
Die Liste: Einseitig wirkende Bremse vorne, Lenkrad Schiefstellung, Bodenplatten lose, Leermasse bestimmen, Abgasuntersuchung, Erstprüfung des EG-Kontrollgerätes (Fahrtschreiber). - Naja, das sollten ja lösbare Probleme sein.
Die losen Bodenplatten schraubte ich wieder fest. Entrosten und neue Bodenplatten folgen also etwas später.
Die einseitige Bremse war durch einfaches Nachstellen von unter dem Auto problemlos zu beseitigen.
Für die Schiefstellung des Lenkrades mussten wir die Lenksäule lösen, weil die Blinkerrückstellung anschließend ja auch für beide Richtungen gleich erfolgen sollte. Und dazu musste halt die Verzahnung unten am Kreuzgelenk des Lenkgetriebes verdreht werden...
Die leichtesten Übungen waren das Wiegen und die Abgasuntersuchung...

Aber es galt auch, eine kleine menschliche Hürde zu nehmen: Der Prüfer vom TÜV Grünstadt wollte eine Prüfung des Fahrtenschreibers, dessen Uhr aber leider defekt ist und somit die Schreiberkarte nicht antreibt. Dieser Defekt wäre ja nicht weiter dramatisch, da für meine Privatnutzung weder ein Fahrtschreiber / EG-Kontrollgerät vorgeschrieben ist, noch dessen Prüfung. (Nachzulesen in der StVZo §§ 57a und 57b jeweils Abs. 1 und in der EWG 3820/85)
Leider interessierte sich der Prüfer nur für das was er wollte, nicht für das in den Gesetzen zu Lesende. Im Forum der Busfreaks machte ich eine Anfrage, rief aber gleich darauf beim TÜV in Ludwigshafen an und ließ mir einen der technischen Herren geben. Der bestätigte mir auch erst mal die Existenz einer Erstprüfungspflicht, konnte aber auch nicht sagen, wo man das nachlesen könnte. Ich diskutierte mit ihm über den Unsinn einer solchen Regel, wenn ich den Schreiber nach dieser Erstprüfung niemals mehr kontrollieren lassen müsse. Das gab ihm dann doch zu denken. Er ließ mich einen Augenblick warten und meldete sich wieder: "Hallo? Hören Sie? Ich hab eben mal zwei Kollegen gefragt, die hier gerade am Schreibtisch sitzen. Die meinten wie aus einem Mund, dass der Schreiber nicht geprüft werden müsse. Wenn sich Ihr Prüfer absichern will, dann soll er einen Vermerk in die Papiere machen, dass das Fahrzeug für private Nutzung ist und für gewerbliche Nutzung der Schreiber geprüft werden muss."
Dieses neue Wissen (bzw. dessen Bestätigung) teilte ich gleich mit den Leuten im Forum und war froh, dass ich mich deswegen schon mal nicht verrückt zu machen brauchte. Interessanterweise wollte mir einer der Freaks, der offensichtlich immer unterwegs zu sein scheint, eintrichtern, dass das Kontrollgerät eben DOCH geprüft werden müsste. Naja, wenn er meint. Belegen konnte er es jedenfalls auch nicht und versuchte es stattdessen mit faulen Tricks... Peinlich, sowas...

Aber egal, der Montag bestätigte, dass selbst ein noch so wichtiger TÜV-Prüfer noch sachverständiger werden kann. Bremse war ok, der Boden fest, das Leergewicht per Wiegeschein bestätigt, das Lenkrad gerade und einen AU-Schein hatte ich auch dabei. Nur meine Theorie des nicht zu prüfenden Schreibers wollte er noch nicht verstehen. Als ich ihm von meinem Gespräch mit Herrn P. vom TÜV LU berichtete, wurde es still. Er schnappte sich ein Telefon und verschwand im Büro. Keine Minute später stand er wieder vor mir und sagte: " Also, das EG-Kontrollgerät muss nicht geprüft werden...". Ach nee!? Das sind ja erfreuliche Neuigkeiten...

Dafür lässt er mich jetzt mit den Papieren schmoren. Da ich ihm erzählt hatte, dass ich derzeit eh blank sei und die Karre nicht gleich anmelden könne, verzichtete er am Montag auf den Schreibkram. Und am Dienstag, am Mittwoch, ...
Mir egal, der soll mal ruhig vorher noch in den Urlaub fahren...

Eine Woche später, am 20. Juli, rief mich der TÜV Grünstadt an. Ich war nicht zuhause, aber mein Anrufbeantworter war scheinbar nicht gut genug für eine Nachricht. Ich sah es nur an der übertragenen Rufnummer.
Am nächsten Tag saß ich gerade am Schreibtisch, als der nächste Anruf kam: "Hier ist Hmhmhm Blablabla vom TÜV Grünstadt." (Name von der Redaktion geändert...
) "Ich wäre dann so weit, nur müsste ich genau wissen, wann Sie vorbei kommen würden." Ich fragte, ob er die Papiere schon fertig geschrieben habe, was er mit einem "Noch nicht ganz" verneinte.
Ich: "Wäre das möglich, noch gleich eine Ablastung ohne technische Änderung einzutragen?"
Er: "Was meinen Sie mit Ablastung?"
Ich: "Das Herabsetzen des zulässigen Gesamtgewichtes."
Er: "Ja um wie viel denn? Auf wie viel denn?"
Ich: "Oooch, so 1,5 Tonnen runter. Also auf 4500 kg zulässiges Gesamtgewicht."
Er: "Ja wofür denn?"
Ich: "Dreimal dürfen Sie raten. Das Ding ist sackig teuer... Und ich will ihn ja auch nicht zum Transportieren riesiger Gewichte..."
Er: "Das muss ich mir nochmal überlegen. Ich melde mich mich wieder..."
LOL, jetzt geht mir natürlich immer wieder durch den Kopf, ob der Typ in seinem Privatleben genauso entschlussfreudig ist. Und ob er zuhause nichts zu melden hat und sich deshalb seinen Kunden gegenüber so profilieren muss. Kinder dürfte er jedenfalls nicht haben, weil sowas natürlich richtig gut überlegt sein will...
Nun denn, dann soll er sich für wichtig halten. Die Ablastung bekomme ich auch nachträglich bei jedem anderen TÜV.
Wetten, wie lange der gute Mann sich das jetzt wieder überlegen muss, werden noch telefonisch angenommen... Ich tippe auf 2 Wochen, weil allein schon das Einholen eines Datenblattes vom KBA - ohne jeglichen Schreibkram - eine Woche gedauert hatte...
Am nächsten Tag saß ich gerade am Schreibtisch, als der nächste Anruf kam: "Hier ist Hmhmhm Blablabla vom TÜV Grünstadt." (Name von der Redaktion geändert...
) "Ich wäre dann so weit, nur müsste ich genau wissen, wann Sie vorbei kommen würden." Ich fragte, ob er die Papiere schon fertig geschrieben habe, was er mit einem "Noch nicht ganz" verneinte. Ich: "Wäre das möglich, noch gleich eine Ablastung ohne technische Änderung einzutragen?"
Er: "Was meinen Sie mit Ablastung?"
Ich: "Das Herabsetzen des zulässigen Gesamtgewichtes."
Er: "Ja um wie viel denn? Auf wie viel denn?"
Ich: "Oooch, so 1,5 Tonnen runter. Also auf 4500 kg zulässiges Gesamtgewicht."
Er: "Ja wofür denn?"
Ich: "Dreimal dürfen Sie raten. Das Ding ist sackig teuer... Und ich will ihn ja auch nicht zum Transportieren riesiger Gewichte..."
Er: "Das muss ich mir nochmal überlegen. Ich melde mich mich wieder..."
LOL, jetzt geht mir natürlich immer wieder durch den Kopf, ob der Typ in seinem Privatleben genauso entschlussfreudig ist. Und ob er zuhause nichts zu melden hat und sich deshalb seinen Kunden gegenüber so profilieren muss. Kinder dürfte er jedenfalls nicht haben, weil sowas natürlich richtig gut überlegt sein will...
Nun denn, dann soll er sich für wichtig halten. Die Ablastung bekomme ich auch nachträglich bei jedem anderen TÜV.
Wetten, wie lange der gute Mann sich das jetzt wieder überlegen muss, werden noch telefonisch angenommen... Ich tippe auf 2 Wochen, weil allein schon das Einholen eines Datenblattes vom KBA - ohne jeglichen Schreibkram - eine Woche gedauert hatte...
Ups, hatte ich mich da etwa geirrt? Und gleich zweimal?
1. Der Tüffer rief schon am übernächsten Tag an.
2. Die Ablastung stellt kein Problem dar, ich müsste zusätzlich nur das Typenschild ändern, wofür er mir einen Aufkleber geben könne, den ich statt des aufgeschraubten Schildes anbringen müsse.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder - und: Ich denke einfach zu negativ...
1. Der Tüffer rief schon am übernächsten Tag an.
2. Die Ablastung stellt kein Problem dar, ich müsste zusätzlich nur das Typenschild ändern, wofür er mir einen Aufkleber geben könne, den ich statt des aufgeschraubten Schildes anbringen müsse.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder - und: Ich denke einfach zu negativ...
Seit 28.07.2009 ist es nun offiziell, dass wir zwei Düsseldorfer gemeinsam die Straßen unsicher machen dürfen. Die Zulassung war weitgehend problemlos, wobei die nette Dame nach ihrer ersten Umschreibung eines ausländischen Fahrzeugs auf deutsche Erstzulassung etwas urlaubsreif wirkte... 




































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