Dethleffs „Biker“: Ein leichter Mini-Caravan fürs Fahrrad
(Pressetext Dethleffs 08/2010)
Eine weitere Fahrzeugstudie der Dethleffs Lehrwerkstatt ist der
wahrscheinlich kleinste und leichteste Caravan der Welt. Der Dethleffs
„Biker“ ist ein Wohnwagen, der dank seiner gerade mal achtzig Kilogramm
so leicht ist, dass er auch mit einem Fahrrad gezogen werden kann. Bei
so einem Gespann, kann ruhig von einem „entschleunigten“ und
umweltfreundlichen Urlaub gesprochen werden. Der „Biker“ ermöglicht ein
Anhalten und Übernachten, wo immer es gefällt und bietet Schutz vor
Wolkenbrüchen, Kälte, Wind oder Gewitter. Trotz seiner Innenlänge von
2,4 Metern, einer Innenhöhe von 1,45 Metern und einer Breite von 1,1
Metern bietet der Kleine großen Komfort. Er besitzt eine innovative
Klappcouch, die ausgezogen als Liegefläche für zwei Personen dient,
einen Klapptisch, der beim Schlafen nicht im Weg ist und eine kleine
„Küchenzeile“ mit Gaskocher und Waschschüssel. Auf Wunsch kann sogar ein
Mini-Kühlschrank untergebracht werden.
Beim Bau des „Bikers“ wurde mit – für die Branche – neuen Materialien gearbeitet. Der Aufbau ist komplett holzfrei.
Die Idee finde ich insgesamt ja gut, aber...
...in der Praxis dann doch eher ein nettes Lehrlingsbeschäftigungsprojekt ohne tieferen Sinn.
Zu hoch: Nicht beim Wohnen, aber beim Transport. Diese Schrankwand als Segel ist bei Rückenwind bestimmt recht angenehm, aber spätestens bei leichtem Gegenwind eine absolute Spaßbremse. Wenn dann noch eine leichte Steigung mit etwas Gegenwind zusammenkommt, lernt man unfreiwillig den Rückwärtsgang kennen.
Zu breit: Im Zusammenhang mit Innenlänge und Innenhöhe wird die Breite von 1,10m genannt. Mit Rädern hat diese Wohnkiste also locker über 1,30m Gesamtbreite. 1 Meter über alles, so sieht es der Gesetzgeber beim Betrieb hinter einem einspurigen Fahrzeug vor. Rolls Royce bekam eine Sondergenehmigung für (eigentlich verbotene) Selbstmördertüren (also die vom Fahrtwind nicht zugedrückt, sondern aufgerissen werden), aber ich bezweifle doch stark, dass Dethleffs einen solchen Einfluss auf die europäische Gesetzgebung hat... 
Ein zu bauender und praxistauglicher Wohnwagen muss ...
Auf jeden Fall muss ein nutzbarer Schlafwagen den gesetzlichen Bedingungen entsprechen. Ergo ist man an den 1 Meter Gesamtbreite -im Fahrzustand- gebunden. Rein theoretisch könnte man einen zweiachsigen (vierrädrigen) Anhänger mit Drehschemellenkung bauen, der -äh- 12m lang (?) sein dürfte und somit Platz für 6 Erwachsene bieten würde. Macht man ihn zweistöckig...
Ok, vielleicht "etwas" über das Ziel hinaus geschossen. Kommt vor... Man hätte vermutlich schon im Ansatz ein massives Gewichtsproblem...
Aber lassen wir das Ding mal 3m lang sein, zzgl. Deichsel. Bis Mensch und Hund (ja, ich bin Egoist und plane wie es MIR gefällt
) da einen Platz für die Nacht gefunden haben, ist diese Länge eher als absolutes Minimum zu sehen. Oder man macht etwas Auf-/Klappbares... 
Auf jeden Fall müsste das Dach absenkbar sein, einfach um die Stirnflächen -und damit die Windanfälligkeit- zu minimieren. Ich stelle mir das im Moment so vor, dass unten eine Wanne ist, die in Fächern das Gepäck und die Lebensmittel aufnehmen kann. Darüber (aber noch innerhalb der Bodenwanne) kommt eine mehrteilige Matratze. Die Seitenwände lassen sich einklappen und das Dach absenken - Abfahrt!
Den Aufbau würde ich so tief wie möglich und so hoch wie nötig anordnen. Ein tiefer Schwerpunkt ist immer gut. Stabile Laufräder müssen sowieso dran, am besten von einem Mopedanhänger. Auch möchte ich die Räder innerhalb des Aufbaus anordnen, um die Breite voll ausnutzen zu können.
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