Keiner kann in Ruhe leben...
...wenn es der Nachbar nicht will
Aber das beruht ja zum Glück auf Gegenseitigkeit! Und wenn einer das Maul mir gegenüber nicht auf bekommt und mir stattdessen hinterfotzig in den Rücken fällt, dann haben wir garantiert oft und lange Spaß miteinander...
Vorgeschichte
Ende 1998 haben wir uns das Grundstück/Haus zugelegt und im Frühjahr 1999 zog ich ins Erdgeschoß des teilsanierten Hauses. Ab diesem Zeitpunkt fanden hier auch unregelmäßig Grillungen und die unweigerlich dazugehörenden Grillfeuer statt. An Haus und Hof gab es da noch reichlich Arbeiten und auch auch meine Fahrzeuge musste ich immer am Laufen halten. Da die Nebengebäude da noch lange nicht benutzbar waren, musste ich schon damals im Hof schrauben. Lediglich die Motorräder fanden trockene Plätze.
Ende 1999 kam dann ein VW Bus auf den Hof, der weder in die Werkstatt noch in die Garage passte. Ich nehme es vorweg: Meine Autos wurden seit diesem Zeitpunkt nicht mehr kleiner, sondern eher größer. Ergo schraube ich hier schon immer unter freiem Himmel oder provisorisch errichteten Dächern.
2000 meldete ich einen Handel mit Motorradteilen und -zubehör an. Ein Jahr später sollte daraus eine Motorradwerkstatt werden, wogegen allerdings reichlich Argumente von verschiedenen Ämtern kamen. Man hatte mir z.B. unterstellt, dass ich den Tagesschnitt von 55 dB (Wohngebiet) u.a. aufgrund von An- und Abfahrt nicht einhalten könne.
Damals wusste ich noch nicht, dass der Nachbar auch da schon seine Finger im Spiel hatte und die Werkstatt unter allen Umständen verhindern wollte.
Ich argumentierte dagegen (An- und Abfahrt ist keine betriebseigene Emmission) und letztendlich durfte ich den "Lagerschuppen" beim Bauamt zur Werkstatt umschreiben lassen (-> Nutzungsänderung). Allerdings wurde das nur unter strengen Auflagen gemacht. Z.B. durfte ich nur bei geschlossenem Tor Krach machen und musste mich an enge Rahmenöffnungszeiten halten. Ach ja - und zwei Fenster zum Nachbargrundstück (Altbestand zu einem unbebauten Grundstück) musste ich zumauern. Abschließend gab es noch eine Kontrolle, ob ich auch brav mein Öl sicher aufbewarte, ob die Feuerlöscher geprüft sind und noch so ein paar Schikane-Späßchen. Alles kein Problem.
Ende 2002 meldete ich die Werkstatt wieder ab und trieb nur noch Handel.
2004: Parkung mit Polizei und Ordnungsamt
Ein Kumpel hatte an seinem VW Bus (Kennzeichen LD-...) einen Motorschaden. Da ich mich damit auskannte, stellten wir die Karre erst mal zu mir. Naja, fast ganz zu mir. Der Hof sollte benutzbar bleiben und vor meinem Haus stand alles voll, also stellten wir sie vors Haus der Nachbarn auf die Straße. Dort stand sie dann auch ein paar Tage, bevor mich die Nachbarin senior mit ihrem zwarten Singstimmchen ankrächzte: "Was issn des ferre Audo? Soll des jetz do stehe bleiwe?"Direkte Frage, direkte Antwort: "Der hat einen Motorschaden, also wird der jetzt wohl eine Weile stehen bis wir einen neuen Motor gefunden haben."
"Awwa des iss doch ned Ihrn Paakplatz. Stelln sen doch voa Ia Haus!"
Äh, reservierte Parkplätze vorm Haus??? Na, das erklär mal einem Städter, der jeden Abend drei Blocks weiter parken muss... "Das ist alles öffentlicher Verkehrsraum, also darf der da parken. Ist ja schließlich angemeldet."
Interessanterweise erfuhr ich einige Zeit später, dass Nachbars die Polizei angerufen hatten, damit die sich um das vermeintlich widerrechtlich parkende Auto vor ihrem Haus kümmert. Die erklärte aber nur den öffentlichen Verkehrsraum.
Und für ganz Begriffsstutzige erklärte kurz darauf nochmal das Ordnungsamt genau das gleiche.
Die Wochen vergingen und kein Motor in Sicht. Als ich eines Tage nach Hause kam, stand ein anderer VW Bus (auch mit Kennzeichen LD-... - die beiden hatten aber nichts miteinander zu tun) mit 4 platten Reifen da. Es war das einzige Auto, das auf der Hauptstraße beschädigt worden war. Na, da darf jetzt jeder denken was er will. Jedenfalls stritt mein Nachbar -direkt darauf angesprochen- gar nicht ab, dass das aus seiner Richtung kam. Zugegeben hat er es zwar auch nicht, aber es war ja auch kein wirklicher Schaden entstanden. Netterweise waren nur die 4 Ventile geklaut worden und nach einer Straßen-Kompressor-Aktion war die Karre wieder fit.
Mai 2005 - Gewerbeaufsichtsamt
Privat gebastelt wurde natürlich weiter im Hof. Das ging auch bis zum Mai 2005 gut. Dann kam ein Mann, stellte sich als Gewerbeaufsicht vor und wollte meinen Arbeitsplatz sehen, da es Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen Lärmbelästigung gegeben hätte. Ich erklärte ihm, dass ich nur Versandhändler sei und das Internet und das Aus- und Einpacken von Paketen ja so arg viel Krach nicht machen könne."Es gab Beschwerden und sei Gewerbetreibender, also will ich JETZT Ihren Arbeitsplatz sehen!"
"Na, dann kommen Sie mal mit", meinte ich zu ihm und führte ihn in mein Zimmer. Ich zeigte auf den Schreibtisch nebst Computer und sagte: "Da arbeite ich. Ich pflege die Webseiten, bestelle und nehme Bestellungen entgegen. Leider kann ich mein 'Büro' nicht als solches steuerlich absetzen, da in diesem Zimmer auch mein Bett steht..."
"Das interessiert mich nicht!. Ich will die Werkstatt sehen!" kam es barsch zurück und er eilte raus und zu meinem Rolltor.
"Es gibt keine Werkstatt. Ich habe das Schraubergewerbe schon 2002 aufgegeben und betreibe einen Handel mit Teilen. "
"Die Werkstatt!"
Na, wenn sein Herz daran hängt... Ich ließ das Tor hochfahren und er konnte sich mein Chaos ansehen. Selbst dem eifrigen Beamten schien jetzt klar zu werden, dass ich hier wohl kaum Kunden reinlassen wollen würde. Aber er ließ nicht locker und sah nochmal auf seinem Papierchen nach.
"Es hieß 'Dach abgesägt' und 'Arbeiten mit dem Winkelschleifer'..."
"Aaaaaahhhhh, dann meinen Sie meine private Doka-Spielerei... Die steht in der Garage und ist auch nicht gewerblich."
"Ich will das sehen!"
Obwohl ich dazu in keinster Weise verpflichtet gewesen wäre, schloss ich die Garage auf. Er warf einen entgeisterten Blick auf die Doka mit dem tiefergesetzten Dach und murmelte ein "...sieht ja nun wirklich nicht gewerblich aus..." vor sich hin, drehte sich auf dem Absatz um und trollte sich wortlos.
Schlechter Verlierer!
2008(?): Bauamt
Ein weiterer -diesmal erschreckender- Vorfall ereignete sich 2008. Das Bauamt meldete sich und drohte mir, meine Werkstatt zu schließen, wenn ich mich nicht an die Auflagen der Nutzungsänderung hielte. Es hätte Beschwerden wegen Lärmbelästigung gegeben. Folgend noch die Liste der für das Amt relevanten Punkte, gegen die ich verstoßen haben sollte.Ach. Echt? Lärm durch meinen Werkstattbetrieb, der seit 2002 nicht mehr existent ist? DAS kann nun wirklich nicht jeder. Und dass ich im Januar 2006 auch den Handel abgemeldet habe und nicht mal mehr Gewerbetreibender bin, ist auch nicht bis zu den Jungs durchgedrungen.
Also formulierte ich das in Etwa so:
"... Ehrlich gesagt finde ich es erschreckend, wie schnell man in Deutschland die Schließung seiner Existenzgrundlage angedroht bekommt. Noch dazu ohne vorherige Prüfung der Sachlage oder Anhörung des Verursachers, denn dann hätten Sie recht schnell festgestellt, dass es keine Werkstatt und somit auch keinen Werkstattbetrieb gibt, der irgendwas oder irgendwen stören könnte. (...)"
Was soll ich sagen, ich hörte nie wieder was von denen.
Fazit
Nachdem der Nachbar mit seinen falschen Anschuldigungen nicht weiter gekommen ist, versucht er nun seit einer Weile, mich durch pure Schikane los zu werden. Und da kamen ihm die Grillungen gerade recht. Wenn er wegen des gelegentlichen Lärms nichts erreicht, dann vielleicht wegen des Rauches...Ich persönlich wäre ja schon vor Jahren weg gegangen, wenn ich eine passende -und bezahlbare- Schrauberhöhle gefunden hätte. Es kotzt mich schon seit Jahren an, von der Witterung abhängig zu sein und nichts draußen stehen lassen zu können. Da ich das Haus hier aber leider nicht verkaufen kann, bleibt das wohl ein Traum. Und für beide Seiten wohl ein Albtraum, denn mittlerweile sind die Fronten so verhärtet, dass echt nichts mehr vor oder zurück geht.
Nachbarn-Tagebuch
April 2009: Trotz der Schreiben und Besuche diverser Ämter und Behörden in den letzten Jahren wird in den Sommern wieder in Gerolsheim "geschmiedet". Im Hof natürlich - wo denn sonst. Mein Nachbar (nennen wir ihn einfach Statler - oder besser Waldorf -- die Ähnlichkeit ist echt verblüffend...) wollte das so. Jedenfalls entschied er sich im Februar ausdrücklich gegen meinen Vorschlag, zwischen den Garagen und der Werkstatt ein "provisorisches" Dach mit einer schallschluckenden Wand zu ihm hin zu dulden, damit ich die anstehenden Karosseriearbeiten im Winter erledigen könne. "Da würde ich mir ja selber untreu werden!" meinte er, als er ablehnte. Na, das ist auf jeden Fall ein schlagendes Argument. Und so logisch...
Selbst mein direkter Hinweis darauf, dass ich die Reparaturen dann machen müsste, wenn das Wetter schön wäre und man eigentlich draußen sitzen könnte, vermochte ihn nicht umzustimmen. Er ist fest davon überzeugt, dass ich solche Arbeiten im Wohngebiet gar nicht machen darf. Wenn er meint... Bisher sind alle ihm zu Hilfe geeilten Amtsschimmel unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Es sieht also nicht besonders gut aus - für ihn.
Für dieses Jahr habe ich mich noch zusätzlich mit ein paar Gesetzesauszügen eingedeckt, die mir die Herrschaften Ordnungshüter erst mal widerlegen müssen, ehe eine akute Änderung in Kraft tritt. Hoffentlich bringen sie ihre schlauen Bücher mit...
04.09.2010 - Brief vom Ordnungsamt
Am 4.9. bekam ich folgenden Brief von Frau X, Amt für öffentliche
Sicherheit und Ordnung:
Vollzug des
Landes-Immissionsschutzgesetzes (LImschG)
Beschwerden wegen Geruchs-
Und Lärmbelästigungen
Sehr geehrter Herr Petschick,
bei
unserer Verwaltung sind erneut Beschwerden wegen von Ihnen verursachten
Immissionen eingegangen.
Zur Klärung des Sachverhaltes fordern
wir Sie auf, umgehend persönlich
bis spätestens 11.09.2009
bei
Frau X, vormittags vorzusprechen. Eine vorherige Terminabsprache ist
zweckmäßig.
Mit freundlichen Grüßen
i.A.
Z
Nächste
Woche noch? Ja nee, iss klar. Ich hab ja auch sonst nichts zu tun. Zum
Glück hat die gute Frau ihre E-Mail Adresse auf dem Schreiben angegeben,
das ist ja praktisch.
Ein paar Tage später bekam sie folgende
Stellungnahme:
Hallo Frau X!
Ich beziehe mich auf
Ihren Brief vom 2.9.2009.
Ihrer freundlichen Einladung werde ich
so kurzfristig leider nicht nachkommen können, da es eine erhebliche
Umplanung meines Wochenablaufes erfordern würde. Dies ist mir aufgrund
meines persönlichen Termindruckes in den nächsten 14 Tagen leider nicht
möglich. Zumal ich mich nicht bequem mal schnell ins Auto setzen und
nach Grünstadt düsen kann, sondern auf öffentliche Verkehrsmittel
angewiesen wäre.
Anschließend bin ich 3 Wochen im Urlaub. Ab
13.10.2009 können wir gerne einen persönlichen Termin vereinbaren. Ab 11
Uhr in Grünstadt könnte ich mir einrichten, den Wochentag können Sie
entscheiden wie es Ihnen möglich ist.
Da ich ja selbst der
Überschrift schon das Thema der anstehenden Unterhaltung entnehmen
konnte, möchte ich mich mich vorab schon mal schriftlich zum Thema
äußern.
Seit ein paar Jahren versucht der Herr Nachbar
zusammen mit seiner Mutter, mich und meine Persönlichkeit einzuschränken
und mir vorzuschreiben, was ich seiner Meinung nach dürfte und was
nicht.
Lärmbelästigung
Nachdem ich meine
Motorradwerkstatt (die übrigens ebenfalls nie wegen Lärmbelästigung
auffällig war!) aufgegeben hatte und nur noch Motorradteile über das
Internet verkaufte, bekam ich Besuch von der Gewerbeaufsicht - wegen der
Lärmbelästigung durch meinen Betrieb. Ich wusste bis dato nicht, dass
das Internet und das aus- und wieder einpacken von Paketen, sowie das
Beschriften von Adressaufklebern so stören können. Das sah der Mann vom
Amt allerdings auch so, jedenfalls habe ich nie wieder was von ihm
gehört.
Die Polizei war schon mal kurz vor 20 Uhr verständigt
worden, als ich mit einem Kumpel mal einen Tag im Hof gearbeitet hatte.
Vermutlich vorsorglich, damit wir pünktlich Feierabend machen und uns
nicht überanstrengen. Als die Kollegen kurz nach 20 Uhr hier auf der
Matte standen, hatten wir schon längst aufgeladen und waren am Verzurren
auf dem Anhänger. Sie meinten "Krach okay, aber doch nicht so dass die
Nachbarn aus dem Bett fallen" - um 20 Uhr? So gebrechlich ist die Frau
Nachbar nun wirklich nicht.
Immerhin wollte sie mir ein Jahr vorher
verbieten, das Auto eines meiner Bekannten vor ihrem Haus zu parken. Ich
erklärte ihr, dass das völlig in Ordnung sei und von wegen
"öffentlicher Verkehrsraum" und so. Nach mir erklärte es ihr die Polizei
und danach nochmal die Herren vom Ordnungsamt, soweit ich das
mitbekommen habe.
3 Jahre nachdem ich meine Selbständigkeit
aufgegeben hatte, drohte mir das Bauamt mit der rückwirkenden Entziehung
einer meiner Baugenehmigungen und mit teuren Geräuschmessungen vor Ort,
wenn die Störungen durch den Werkstattbetrieb anhielten. Als ich Herrn Y
vom Amt eine E-Mail zurück geschrieben hatte, war der Fall scheinbar
erledigt, zumindest hörte ich nichts Anderslautendes. Eine
Geräuschmessung zur Hauptstraße hin halte ich jedoch für eine sehr gute
Idee, denn ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die den Tagesschnitt
von 55 dB einhält...
Unbedingt berücksichtigt werden sollte,
dass ich über das Jahr verteilt nur an etwa 30 Tagen überhaupt mal im
Hof was Lärmintensives machen muss. Und an vielen dieser Tage liegt die
Dauer des Lärms bei weniger als einer Stunde, meistens auf mehrmals kurz
verteilt. Diesen Lärm kann ich leider auch nicht vermeiden, da ich aus
Kostengründen Vieles selber reparieren muss.
Ich halte mich bei
meinen Arbeiten an die im LImschG geregelten Ruhezeiten.
Ich
vereinbarte Anfang dieses Jahres einen Gesprächstermin mit Herrn
Nachbar, um dieses Thema endlich mal aus der Welt schaffen zu können.
Auf meiner Garage wollte ich eine Lärmschutzwand errichten und das Ganze
mit einem provisorischen Bretterdach und einer LKW-Plane so weit
abdichten, dass ich an den regnerischen und kalten Tagen lärmintensive
Arbeiten machen kann und nicht dann machen muss, wenn man draußen sitzen
könnte oder die Fenster offen haben möchte. Dieses Vorhaben lehnte Herr
Nachbar mit den Worten ab, dass er sich selber untreu sein würde, wenn
er mir so ein Dach erlauben würde.
Außer einem scheint es keinen
der Nachbarn zu stören. Und wenn ich es diesem einen Nachbarn auch noch
recht machen will, wehrt er sich dagegen. Die Treue zu sich selber wiegt
mehr als der Senkung des Geräuschpegels. Das ergibt doch alles keinen
Sinn. Selbst die Mieter hier im Haus fühlten sich von mir bis jetzt nie
belästigt.
Geruchsbelästigung
Mich jetzt neuerdings
wegen Geruchsbelästigung zu melden, ist vermutlich ein weiterer Versuch,
mich vorm Amt schlecht aussehen zu lassen. Es geht dabei nicht um die
Störung, sondern dass es nicht so geht, wie Herr Nachbar es gerne hätte.
Und wenn er in einer Richtung nicht weiter kommt, lässt er sich was
neues einfallen. Viel hilft nun mal viel.
Seinen Zigarrengeruch
verteidigte Herr Nachbar bei unserem o.g. Gespräch spontan als
Gewohnheitsrecht. Aber nach 7 Jahren anfangen, gegen mein Grillen
vorzugehen? Mir wäre entgangen, dass meine Grillgewohnheiten sich in den
letzten 3 Jahren gegenüber vorher geändert hätten. Trotzdem hatten wir
in den letzten 3 Jahren öfters Grillbesuch von der Polizei. Uns hat in
dieser Zeit nie jemand gesagt, dass wir irgend etwas ändern sollten,
weil es gegen Recht und/oder Ordnung verstieße.
Die letztens
angereiste Polizei kam wegen eines Grillfeuers, überzeugte sich
lediglich davon, dass das Holz weder lackiert, beschichtet oder sonstwie
verunreinigt war und ließ mich weiter machen. Die Beamten konnten keine
übermäßige Rauchentwicklung feststellen. Grillen riecht halt mal etwas.
Ich
hatte bei den letzten 2 Feuern Frau Nachbarss hofseitige
Glasbaustein-Fenster zu gemacht. Beide Male wurden sie kurz danach von
innen wieder geöffnet.
Vermutlich bekamen Sie danach die Beschwerde
wegen Geruchsbelästigung...
Am Samstag Abend vernahm ich von
nebenan die intern angedachte Frage "Na, zündelt er wieder?" und das
just nachdem jemand von der Nummer nebenan vom Gehweg aus in meinen Hof
gespitzelt hatte.
Wenn meine Feuer/Grillungen soooo stark stinken,
dass man nachsehen muss ob überhaupt was brennt, dann finde ich die
ganze Sache doch etwas lächerlich. Zumal nicht mal eine Kerze in meinem
Hof brannte, wie auch an den Tagen davor und danach...
So
weit erst mal ein kleiner Überblick von der anderen Seite der
Grundstücksgrenze. Alles Weitere lässt sich bestimmt auch noch klären,
wenn ich wieder zurück bin.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan
Petschick
P.S. Heute wurde die Straße aufgemeißelt und der
(andere) Nachbar gegenüber benutzt schon eine ganze Weile einen
Einhand-Winkelschleifer. Hoffentlich wird das nicht auch wieder mir
angekreidet...
Bis jetzt hat mir diese Mail wieder mal
Ruhe verschafft. Es kam auch keine weitere freundliche Einladung,
Terminangebot oder irgendein Lebenszeichen zurück. Mir egal, ich renne
ihr auch nicht nach. Ich höre vermutlich im Winter wieder von der Dame,
wenn hier die erste Kettensäge angeworfen wird. Kurz danach schreibt
bestimmt Herr Y auch wieder... 
10/2010 - Aus dem Osten zurück...
Wir haben es Ende Oktokber 2009 und ich verdaue immer noch an meinem
Urlaub herum. Meine Gedanken ziehen mich in tausend Richtungen
gleichzeitig. Ich weiß noch nicht genau das endgültige Ziel, aber es muss sich was Grundlegendes ändern.
Wie man deutlich erkennen kann, bin ich hier nicht passend ausgestattet. Werkzeuge und Maschinen sind reichlich da, lärmempfindliche Nachbarn leider auch. Platz eigentlich auch, aber durch die ganzen Wohngebiet-Nebengebäude ist das Grundstück so verbaut, dass ich mich hier immer wieder selber blockiere. Durch die "offene Bauweise" meiner Freiluftwerkstatt kann ich nichts machen, bei dem ein Dach über dem Kopf sinnvoll wäre, also Blech- und Schweißarbeiten, Lackierarbeiten etc. Arbeiten an Motor, Getriebe oder gar am Unterboden kann ich auch nur machen, wenn der Boden im Hof trocken ist. Auch kann ich nur bedingt was über mehrere Tage stehen lassen, weil der Hof für Jedermann zugänglich ist.
Aber auch die Gebäude sind alles andere als ideal. In die beiden Garagen passen immerhin PKW rein - nur fahre ich gar keinen. Einlagern kann ich auch nur bedingt, weil die Luftfeuchtigkeit in der Winters ungeheizten Werkstatt so hoch ist, dass Kartons aufweichen und sogar Holz im Laufe der Zeit aufquillt. Ein Beheizen wäre auch relativ sinnlos, da ja sowieso das Auto draußen steht und ich dauernd das Tor auf und zu fahren lassen müsste. Eigentlich platzt hier sowieso alles aus allen Nähten...
Eine Halle im Osten soll her. Mittlerweile bin ich dementsprechend käuflich, aber nicht ganz billig... 
Ergo suche ich einen Sponsor, der mir mit 30 TEuro eine kleine Halle
mit etwas Grundstück finanziert. Dann könnte ich mich dort
verwirklichen und müsste hier niemandem mehr mit meinen Karren
abnerven. Nebenbei könnte ich dann sogar noch unter vernünftigen
Umständen arbeiten, was hier ja nun wirklich nicht gegeben ist.
Wo
man für 30 000 Euro eine Halle mit Grundstück bekommen kann? In den
neuen Bundesländern natürlich. Klar ist da auch viel dran zu tun, wäre
bei dem Geld ja sonst auch zu schön um wahr zu sein. Aber das lohnt
sich dann wenigstens und ist nicht nach ein paar Jahren auch wieder zu
klein. Außerdem zieht es mich ja schon seit dem Wegfall der
deutsch-deutschen Grenze auf die andere Seite rüber. Und eine Halle
hätte ich ja schon immer gerne gehabt...
"Hofschmiede Buckau",
"Hofschmiede Neuwegersleben" und "Hofschmiede Buhlendorf" klingen doch
mindestens genauso gut wie "Hofschmiede Gerolsheim", oder? Wer sich
jetzt berufen fühlt, mir den Kaufpreis zu bezahlen (oder einen Teil),
der darf mich gerne kontaktieren...
Was? Wird keiner machen?
Echt???
Sehe ich auch so! 
Bedeutet offensichtlich, dass ich doch noch eine ganze Weile hier bleiben werde... 
26.11.2009 - Wenn die Nachbarn es nicht tun...
...tja, dann muss wohl ich für Recht und Ordnung sorgen... 
Dieses Mal war gleich ein ganzer Weg zugeparkt. Ironischerweise von genau dem Typen, der die letzten Jahre immer wieder versucht, mir das Leben schwer zu machen: Mein netter Nachbar...
Hat ein fettes Schild an seinem Garagentor, dass man seine Ausfahrt freihalten soll. Aber dann den gesamten Weg blockieren, der die rückseitige Zufahrt einiger Grundstücke darstellt. Und der Weg ist sehr schmal, also ist ein Wenden auf Selbigem nicht möglich. Und wenn man in den Weg von der anderen Seite einfahren würde und dann bei der mobilen Straßensperre ankäme, müsste man diesen ganzen Weg rückwärts wieder raus fahren. Das kann ja wohl nicht angehen.
Klarer Fall für Petzman... 
Das Hoftor war abgeschlossen, somit kam ich nicht an die Klingel. Schade, aber war einen Versuch wert...
Schließlich habe ich es doch geschafft, auf mich aufmerksam zu machen. Und das sogar, ohne andere Nachbarn zu belästigen. Nennt mich Genie...!

Mein darauf folgender Anruf blieb nicht unbeantwortet. Ich erreichte meinen Freund nach kurzem Klingeln. Er war nicht besonders beglückt und versuchte, mir die Unmöglichkeit des Befahrens des hinteren Weges mit der Uhrzeit zu erklären. Na und? Scheißegal! Ist schließlich kein Schild da, das das Befahren auf bestimmte Uhrzeiten einschränkt. Ich wurde gefragt ob ich bekifft wäre (nö, nicht mal ein Bier hatte ich getrunken) oder ihn verarschen wolle (nö, ich hätte aber die gleiche Frage an ihn richten können). Er wollte noch wissen, ob das meine normale Arbeitszeit wäre. Arbeit? Hatte nicht ER dafür gesorgt, dass ich keine Arbeit mehr anzunehmen brauchte, ohne Ärger mit irgendwelchen Ämtern zu riskieren??? Blöde Frage also. Passt aber zu ihm. Er wollte aber dann plötzlich doch keine Antwort mehr auf die Frage. Ja wie denn nu? Ich bat ihn nochmals sein Auto weg zu fahren, damit der Weg wieder freigegeben wäre. Er meinte nur dass er jetzt runter käme, ich aber in Deckung gehen solle. Jaja...
Aber nach dieser insgesamt 45 Minuten dauernden harten Arbeit (leider unbezahlt und ungedankt) war ich nicht mehr in der Stimmung, irgendwas draußen zu machen. Noch dazu wollte ich meine Deckung (=Haus) lieber nicht mehr verlassen...

Klar dass mich jetzt jeder (der mich nicht kennt) als ein rechtes Arschloch ansehen wird. Wahrscheinlich ist diese Schlussfolgerung auch gar nicht so falsch. Aber erstens geht mir das am Arsch vorbei, was Hinz und Kunz über mich denken (sonst würde ich wohl auch kaum im Netz davon schreiben) und zweitens lege ich mich meistens nur mit den Typen an, die mich anzupissen versuchen.
Ist ja nicht so, dass besagter Nachbar nur mir Ärger machen würde oder den Weg zum ersten Mal zugeparkt hätte...
Tja, lieber Nachbar, mit Deinen Nachbarn auf der anderen Seite hast Du vielleicht leichtes Spiel, weil die alles tun, nur um ihre Ruhe zu haben. Ich nicht. Und da kannst Du offene und verdeckte Drohungen aussprechen wie Du magst (so von wegen Pistolen im Haus weil im Schützenverein und so...)! Über Deine Reifenplattmachgeschichte sprachen wir ja schon Anfang des Jahres, aber selbst damit kommst Du nicht weit. Und die netten Fotos meines Hofes vom Herrn mit dem silbernen Auto und dem grimmigen Blick kannst Du Dir quer da einführen, wo keine Sonne hin scheint...!
Viel Spaß dabei...!
27.11.2009, ca. 23:30 Uhr
Gerade hat mir der Nachbar (wieder mal Muppet-Show-Opa-mäßig vom Balkon runter) gesagt, dass, wenn ich heute wieder was machen würde, er mich flachlegen tät.
War das ein Angebot oder eine Drohung? Bei dem Typen bin ich mir ja nicht ganz sicher. Nur weil er mit einer Frau verheiratet ist, heißt das ja noch lange nicht, dass er nicht schwul ist. Mit seinem Pornobalken im Gesicht kann ich mir das sogar gut vorstellen. Sieht jedenfalls mächtig schwuchtelig aus...
Aber danke, ich suche mir die Leute schon selber raus, von denen ich mich flachlegen lasse... 
Und wenn es doch eine Drohung gewesen sein sollte??? Dann müsste ich nachher mal abchecken wo er geparkt hat... 
Andererseits machen solche Aktionen ja auch nur dann richtig Spaß, wenn die betreffenden Leute am nächsten Tag arbeiten müssen. Also werde ich mich heute wohl lieber um meine Computer kümmern... 
Ja sag mal, hältst Du das für christlich?
Nein, ganz und gar nicht. Aber ich kann auch nicht der Punchingball der Ungläubigen sein. Dann gehe irgendwann ich daran zugrunde. Ich will aber auch leben, meine Freiheiten haben.Außerdem kotzt es mich tierisch an, dass einen die Leute mies und respektlos behandeln und anschließend, wenn sie das Echo abbekommen, damit anfangen, dass man sich ihnen gegenüber doch christlich verhalten müsse.
Wenn ich Angebote mache, ein Stück zurück gehe und etwas verändern will, dann springt man mir sofort wieder entgegen und tritt mir abermals auf die Füße. Auf diese Weise lasse ich mich aber nicht mehr zurückdrängen. Die nächsten Entgegenkommen finden nicht mehr von mir statt. Jetzt will ich erst guten Willen sehen, sonst bewege ich mich keinen Millimeter mehr von meinem Standpunkt.
Am 21.01. und 22.01.2010 ...
... parkte wieder der bekannte Opel Astra halb vor dem Weg. Donnerstag gegen 16:45 Uhr und Freitag gegen 16:00 Uhr. Das hat also Methode. Naja, ich bin erst mal ein paar Tage nicht in Gerolsheim, da kann der Nachbar mal verschnaufen. Ich komme wieder...! 
...und am 23.02. war ich auch gerade mal wieder zugegen (17:15+(Foto)17:48)...
...am 27.02. gegen 18 Uhr...
Statt einfach seine Karre ordnungsgemäß zu parken...
...versucht es mein Lieblingsnachbar mit der Frangeweile wieder mal mit faulen Tricks...
Wie ich am 26.02. feststellen durfte, werden meine Werkstatt und meine Garagen nun von seinem Balkon aus videoüberwacht. Sein eigenes Grundstück sieht der gute Mann bei dieser Position rein garnicht, das fällt also als Ausrede flach... 

Was will er denn damit beweisen? Tolle Nummer wieder mal...!
Noch witziger finde ich daran, dass seit ein paar Jahren ein hoher seitlicher Sichtschutz am Balkon offensichtlich den optischen Kontakt in beide Richtungen unterbinden soll, der Nachbar nun aber wohl doch wissen will, was ich in meiner Schrauberhöhle so habe/treibe.
Aber zu fragen traut er sich ja auch nicht, sonst dürfte er ja gerne gelegentlich mal bei uns mitspielen... 
11.05.2010
Heute war ich draußen am Hymer und habe die Front abgesägt. In der Werkstatt hatte ich derweil etwas Musik laufen. Die hatte ich auch nicht aus gemacht, als ich mit Happy für 'ne Stunde bei (anderen!) Nachbarn war.Als ich abends rein ging, sah ich die Nummer meiner Eltern auf dem Display und hab einen Rückruf gestartet. Papa meinte dass der Nachbar angerufen hätte und sich wegen der lauten Musik beschwert hätte. Ich sagte, dass die Musik eigentlich noch viel lauter gegangen wäre, dementsprechend wohl eher als mittel einzustufen wäre. Das brach das Eis nicht gerade. Ich bekam ans Ohr gedrückt, dass ich mir meine blöden Sprüche sparen solle und dass Papa nicht vom Nachbarn angerufen werden wollen würde. Ich sagte, dass er das dem Nachbarn sagen solle und dieser sich gefälligst mit mir in Verbindung setzen solle. Aber Papa sah das so, dass er als Grundstückseigentümer für Ruhe sorgen müsse. Auch dass ich Mieter wäre und für meinen Krach alleine sorgen würde, interessierte ihn nicht. Na gut...
14.05.2010
Heute kam ich abends vom Gassi nach Hause und hatte wieder die elterliche Nummer auf dem Display. Mama erzählte mir, dass Papa heute beim Nachbarn gewesen wäre. Papa hätte zu ihm gemeint, dass man das doch irgendwie aus der Welt schaffen können müsse und er sich doch mal mit mir unterhalten solle. (Innerlich lachte ich, denn dieses Thema hatten wir vor gut einem Jahr.) Der Nachbar meinte daraufhin wohl, dass er gerne zu einem Gespräch bereit sei. Was soll denn diese Kacke jetzt? Vor einem Jahr blockt er alles ab und versucht stattdessen weiterhin, mich bei den Behörden mies aussehen zu lassen. Und als er jetzt merkt dass er mich auf diese Weise nicht klein bekommt, ist er plötzlich zu einem Gespräch bereit?Und dann so ein Schwachsinn wie mit den Kamera seit dem Winter! Mittlerweile ist sie ja wieder weg, aber sollte die etwa das Eis brechen? Sowas macht mich natürlich überaus bereit zu Gesprächen. Ja, mir wird gerade ganz warm ums Herz. Nee.
Und ich weiß vom letzten Gespräch mit ihm auch ganz genau, wie ich Friede mit dem Nachbarn haben kann: Ich darf im Hof nicht basteln, nirgendwo und niemals Lärm verursachen, kein Feuer machen und nicht grillen. Am besten auch nicht lachen und mich nicht unter seinen Fenstern (= in meinem Hof) blicken lassen. Ja, wenn ich mich in mein Zimmer einsperre und die Fresse halte, dann mag er mich gut leiden. Da scheiße ich aber drauf!!! Meine Kultur hat nun mal mit eben diesen kleinen Freuden des Lebens zu tun und ich will auch mein Leben leben!
Wenn der Typ was von mir will, dann soll er auch zu mir kommen und nicht zu allen anderen. Aber er ist in den letzten 11 Jahren (also seit ich hier wohne) nicht ein einziges Mal zu mir gekommen und hat was gesagt. Aber dafür mehrfach dem Ordnungsamt, dem Gewerbeaufsichtsamt (Lärmbelästigung durch meinen Versandhandel!!!), der Polizei diverse Male und wahrscheinlich bin ich im Schützenverein und sonstwo im Ort auch schon bekannter als der bunteste Hund.
Zumindest in der Ortsgemeinde stößt er mit seinen Storys sicher auf offene Ohren, denn er ist Eingeborener und ich hingegen nur zugezogen und habe mich noch nie bemüht, am Dorfleben teilzunehmen. Mich kennt hier kaum jemand. Ist halt gegen meine Natur und ich verstelle mich für niemanden nur des lieben Friedens willen. Ich scheiße auf die Inzuchtler!
28.05.2010 ~0:30 Uhr - Grillbesuch der Polizei
Als alleiniger Teilnehmer meines Grillfestes musste ich mich um das Feuer sowie um den Rum gleichzeitig kümmern, da kamen mir die beiden Herren natürlich gerade recht.Sie öffneten ohne ein Wort das Gitter, mit dem ich die Einfahrt zugestellt hatte, um Happy von der Begrüßung unerwünschter (und meistens doch hundeängstlicher) Besucher abzuhalten. (Wir wissen alle, wie die beiden reagiert hätten, wenn da plötzlich ein Rottweiler auf sie zugestürmt wäre. Und dann wäre natürlich wieder der böse Hund schuld gewesen...)
Der Redelsführer (der andere war vermutlich stumm, hat jedenfalls die ganze Zeit nichts gesprochen) sagte mir, dass es Beschwerden wegen des Feuers gegeben hätte und was ich denn verbrennen würde.
Holz. Sauberes, unbehandeltes Holz.
Das wäre nicht gestattet.
Aha, steht wo geschrieben? Ich meine, da muss es doch irgendwelche Paragraphen geben wo ich das nachlesen kann...?
Ich dürfte nicht einfach eine Brandstätte ohne Genehmigung betreiben.
Ich sagte ihm, dass eine Brandstätte bis 20 KW Heizleistung genehmigungsfrei sei und ich nicht wüsste, dass 140 Liter Feuertonnen diesen Wert überschritten.
Fand er nicht witzig.
P: Feuerstätten müssen vom Schonsteinfeger abgenommen sein.
S: Nur wenn sie mehr als 20 kW Heizleistung haben.
P: Sie müssen einen Sicherheitsabstand von 30 Metern einhalten.
S: Wie weit steht denn Ihre Heizung zu Hause vom Haus weg?
P: Das ist was ganz anderes. Sind Sie so einer, der provozieren will?
S: Ich??? Nöööööö!!!
P: Also, machen Sie das Feuer aus!
S: Warum?
P: Weil es Beschwerden gab, darauf müssen wir reagieren.
S: OK, dann beschwere ich mich hiermit über den Krach an der Hauptstraße. Sperren Sie die jetzt?
P: Das ist doch was ganz anderes. Das eine ist vermeidbar, das andere nicht. Also löschen Sie das Feuer!
S: Wo steht das denn, dass ich im Hof kein Feuer machen darf? Ich meine, Sie können doch nicht einfach ohne jegliche gesetzliche Grundlage entscheiden wer was darf oder nicht?
P: Löschen Sie das Feuer nun oder soll ich die Feuerwehr rufen? Den Einsatz müssten Sie dann bezahlen.
S: Wenn ich das jetzt lösche stinkt es noch viel gewaltiger, wollen wir wetten?
Mein Gegenüber sagte nichts, sah mich nur an.
Nun, da ein Feuerwehreinsatz nicht gerade die billigste Vergnügung ist, ging ich ums Eck hinters Haus und griff mir den Gartenschlauch, der da beim Feuern immer griffbereit liegt. Ich drehte das Wasser etwa halb auf und spritze aus einiger Entfernung Richtung Tonne. Natürlich rauchte und stank es jetzt erst so richtig los. Gefiel mir natürlich. Ich kommentierte das mit einem "na, hatte ich ja gesagt". Die Wette hätte ich gewonnen - auf meine Art...

Der Beamte nicht faul, ging ein paar Schritte vor und kam damit in meinen Sichtbereich. Ganz versehentlich rutschte mir der Daumen etwas vom Schlauch und das blöde Ding spritze auf ihn. "Ach, so ein Ärger" wollte ich gerade denken, da bekam ich auch schon den Schlauch aus der Hand gerissen. Der Polizist ging zur Tonne und spritze direkt hinein. Jetzt rauchte es sogar noch fürchterlicher.
S: Oh ja, wenn Sie das machen qualmt es auch schon gleich viel weniger - ich seh' das!
P: Drehen Sie mal den Wasserhahn richtig auf!
Einen Teufel habe ich getan. Als das Fass nicht mehr qualmte, dafür stattdessen halb voll mit Wasser war, schmiss er den Schlauch einfach auf den Boden. Es hätte mir fast das Herz gebrochen, wie der meinen armen alten Schlauch behandelt hat, der ja nun gar nichts für die Situation konnte, sondern wirklich sein Bestes gegeben hatte. Das hatte er nun wirklich nicht verdient! Aber ich blieb ruhig und drehte den Wasserhahn zu.
Ich setzte mich wieder auf die Treppe. Jetzt war es recht still im Hof und man hörte leise die Musik in der Werkstatt.
P: So, jetzt machen wir noch die Musik aus.
S: Wir??? Oder ich?
P: Ich kann die auch aus machen, ich habe einen Seitenschneider dabei.
OK, der Punkt ging an ihn. Ich ging in die Werkstatt, schaltete alles aus und ließ das Tor zu fahren.
Ich setzte mich wieder auf die Treppe. Der Beamte sagte, dass er meinen Ausweis sehen wolle. "Hab ich keinen" meinte ich. Eigentlich hoffte ich auf das Ammenmärchen der Ausweispflicht, das mir schon so oft erzählt worden war. Dieses Mal hätte ich nämlich nur ein "wo steht denn das geschrieben?" verlauten lassen. Aber leider wollte er nur meine Personalien haben, die ich ihm natürlich auch gab. Bei der Frage nach der Adresse lachte ich und fragte ihn, wo er denn hingeschickt worden sei.
P: So, das war's erstmal, alles Weitere kommt mit der Post.
S: Jo jooo. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!
Keine Antwort. Wie unhöflich!

Sie gingen noch kurz zum Nachbarn ans Tor und laberten mit dem irgendwas. Ich holte mir die Flasche Sekt der letzten Verschrottungsaktion aus dem Kühlschrank und verbrachte noch einige Zeit draußen - ohne Feuer und ohne Musik... - Dafür ab dann auch wieder ungestört.
Nachtrag: Ich hatte den einen der Beamten in diesem Artikel als "Bulle" tituliert, was in diesem Zusammenhang in meinen Augen auch nicht beleidigend zu sehen war. Das sah der Gemeinte wohl ebenso und verzichtete auf eine Anzeige.
Als ich diesen Text schrieb, war das alles noch recht frisch und ich noch ziemlich sauer über diese Art des Machtmissbrauches. Dennoch entschuldige ich mich hiermit für diesen Titel!
Wenn unsere vielen Gesetze uninteressant sind, sondern uns die Polizei sagt was wir gerade tun und lassen dürfen, dann handelt es sich um einen Bullenstaat. Und da der hier gemeinte Polizist zwar behauptete, dass das Feuern im Hof nicht gestattet sei (was einfach nicht stimmt!), mir aber auch kein passendes Gesetz nennen konnte, sah ich das als reine Willkür an. Schließlich hatten rund 20 vorherige Polizeibesuche nie mein Grillfeuer gelöscht und auch noch nie mit einem Feuerwehreinsatz gedroht. Im Gegenteil, die hatten uns noch einen schönen Abend gewünscht und gebeten, dass wir das Feuer ausmachen sollten wenn wir schlafen gingen.
Und dann kommt einer daher, erfindet schnell mal ein Gesetz ohne Paragraphen und droht mit der Feuerwehr. Ja nee, iss klar...
28.05.2010 23:55 - E-Mail ans Ordnungsamt
Sehr geehrte Frau X!Nachdem wir vor einem knappen Jahr so gut miteinander ausgekommen waren und Sie sich im Bezug auf das LImschG als überaus kompetent erwiesen hatten, wende ich mich mit meinem Problem einfach nochmal an Sie.
Wie Sie ja noch wissen, bin ich absoluter Grillfan. Und natürlich nicht elektrisch betriebene Grills, sondern die althergebrachte Art mit Glut unter den toten Tierteilen. Jetzt hatte ich aus Rücksicht auf meinen Nachbarn schon über ein halbes Jahr auf dieses Vergnügen verzichtet. Aber gestern Abend war es dann endlich mal wieder so weit. Es dauerte auch nicht sonderlich lange und die Polizei kreuzte auf und zwang mich das Feuer zu löschen, weil sich Nachbarn wegen des Geruchs beschwert hätten.
Der unfreundliche Beamte konnte mir keine näheren Angaben machen, wo ich nachlesen könnte, dass Grillen nur mit Holzkohle, Holzkohlebriketts o.Ä. gestattet sei und dass man nicht mithilfe eines ausgedienten Metallfasses grillen darf. Und eine bessere Glut als aus sauberem abgelagerten Holz gibt es nun mal nicht. Er meinte, ich müsse mit meiner Tonne einen Sicherheitsabstand von 30m einhalten. Äh, hallo? Dann dürfte auf diesem Planeten ja fast niemand grillen. Wer hat denn einen Platz von 60m Durchmesser zur Verfügung?
Ich habe auch im Internet geforscht und nichts gefunden, was die Aussage des Herrn bestätigt hätte. Die Feuerwehren raten alle zu einem Sicherheitsabstand von mindestens 3m, so lange das Feuer nicht höher als 1m ist. 3m halte ich auch problemlos ein, ist ja nicht zuletzt Selbstschutz. Aber wie gesagt, es ist lediglich eine Empfehlung und keine Vorschrift.
Die Angabe von 20m Sicherheitsabstand fand ich wohl auch, aber dabei ging es um die großen Feuer zur Verbrennung von großen Mengen Garten-/Landwirtschaftsabfall auf dem Feld oder in Gärten. Sowas mache ich ja überhaupt nicht...
Der Polizist entwich meinen Fragen mit einem "er könne auch die Feuerwehr rufen, den Einsatz müsse allerdings ich bezahlen". Bullenstaat halt. Man kann einfach bestimmen was jemand darf und was nicht, selbst wenn man keine Ahnung hat wo was steht und wie genau da jetzt was geregelt ist. Und wenn keine Regelungen da sind, wird schnell mal eine erfunden. Außerdem ist meistens der im Recht, der sich als erstes meldet - also mein Nachbar.
OK, ich habe dann gestern nicht mehr gegrillt, aber sonderlich erfreut war ich darüber auch nicht, wie Sie sich vielleicht vorstellen können. Daher jetzt meine Fragen an Sie:
Ist Grillen erlaubt, wenn ja in welchem Uhrzeitbereich, bis zu welcher zeitlichen Maximallänge? (Dass man abends leise ist setze ich voraus, aber es ging - wie Sie ja wissen - auch noch nie um Lärmbelästigung während einer Grillung.)
Muss ich Grillen der Feuerwehr melden und/oder vorher irgendwo anders anmelden und wenn ja wo und wie lange vorher?
Welchen Vorschriften kann ich entnehmen, welche Sicherheitsabstände ich beim Grillen einhalten MUSS?
(Bitte genaue Angaben, da ich im LImschG schon oft gesucht hatte, aber nicht fündig geworden war. Ihnen fällt der Absatz vermutlich aus dem Stegreif ein.)
Gibt es sonst noch etwas, das ich beachten sollte? Und bitte ausführlich und sehr genau, da ich keiner bin der sich mit den Gesetzen sonderlich gut auskennt - aber ich will ja lernen...
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühen!
29.05.2010 0:53 - E-Mail ans Ordnungsamt
Sehr geehrte Frau X!Hier in Gerolsheim verläuft hinter meinem Grundstück ein Fahrweg, der zwar nicht asphaltiert ist, aber durchaus wegsam und befahrbar. (Der Weg läuft schräg parallel zur Hauptstr. und verbindet die Palmbergstr. und die Weinbergstr. miteinander.) Der Weg trägt keinen Straßennamen, ist auf Karten nicht als Straße eingezeichnet und keinerlei Schilder regeln auf ihm irgendwas. Aber es stehen auch keine Verbote dort, den Weg zu befahren.
Ich habe nach hinten heraus ein kleines Tor (wie die meisten Grundstücke zwischen diesem Weg und der Hauptstr.), durch das ich zwar nicht mit mehrspurigen Kfz auf mein Grundstück gelangen kann, das ich aber sehr wohl zum Be- und Entladen nutzen kann.
Meine Nachbarn haben direkt an der Einmündung der Weinbergstr. zu diesem Weg ihre Garageneinfahrt. Die Nachbarn gehen wohl davon aus, dass ein solcher Weg ruhig zugeparkt werden darf, weil da sowieso niemand was verloren hätte. Jedenfalls steht der silbergraue Opel Astra DÜW-xx 00 öfters mal vor der Hälfte des Weges, auch über mehrere Stunden hinweg. Ich kann den Weg zwar im Rückwärtsgang wieder verlassen, aber die Strecke zur Palmbergstr. ist um ein Vielfaches länger, als wenn ich direkt auf die Weinbergstr. herausfahren könnte. Noch dazu sind ca. 300m im Rückwärtsgang auf diesem schmalen Weg eine Zumutung!
Einmal habe ich fast 2 Stunden lang versucht den Nachbarn zu erreichen, damit er die Karre wegfährt. Ja aber so viel Zeit habe ich natürlich nicht immer für solche unnötigen Spirenzchen. Die Polizei kümmert das Problem nicht, weil es sich um ruhenden Verkehr handelt und dafür das Ordnungsamt zuständig sei. Was nützt mir aber ein Ordnungsamt, bei dem Abends niemand erreichbar ist? Und die Frau Nachbar kommt erst Abends mit dem Fahrzeug nach Hause...
Ich solle den Wagen abschleppen lassen - auf meine Kosten, versteht sich. Ich könne ja das Geld vom Nachbarn zurück fordern. Ja nee, iss klar.
Also, liebe Frau X, bitte reichern Sie mein Wissen an, wie ich diesen Weg fahrrechtlich zu behandeln habe.
Ist ein befahrbarer Weg eine Straße, wenn ein Auto darauf Platz hat?
Müssen wir Anwohner unsere Hecken, Büsche und Bäume so zurückschneiden, dass der Weg voll nutzbar ist? Wenn ja, bis zu welcher Höhe?
Was mache ich wenn da wieder ein Auto die Zufahrt blockiert?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!
MFG
P.S. Ich habe Ihnen mal noch drei Fotos als Beispiel angehängt. Davon gibt es noch reichlich Nachschub, aber sie stellen alle das gleiche dar - nur an verschiedenen Tagen...
06.06.2010 - Vom Amt noch nichts gehört...
Nachdem ich vom Amt noch nichts im Bezug auf meine Grillerei gehört habe, musste ich selber nochmal etwas forschen.
Von der Feuerwehr bekam ich folgende Infos:
Gegen ein Feuer im Hof ist prinzipiell nichts einzuwenden, wenn ein ausreichender Sicherheitsabstand zu Brennbarem besteht. Als solcher wurden mir 2-3 Meter empfohlen.
Auch die Feuerhöhe sollte 1m nicht übersteigen.
Auf dem blanken Boden darf man kein Feuer machen, aber in einem feuerfesten Behältnis, das widerum nicht direkt auf dem Boden stehen darf.
Weiterhin muss ich auf Funkenflug achten und eine Löschmöglichkeit ist in jedem Fall angebracht.
Dann werde ich also den Boden der Tonne verstärken (damit der Boden nicht durchglüht und alles auf den Boden fällt...) und Füße drunter bauen. Der Gartenschlauch und zwei Feuerlöscher sind ja sowieso immer greifbar...
Im Bürgerlichen Gesetzbuch steht weiterhin:
BGB § 906 Zuführung unwägbarer Stoffe
(1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann die Zuführung von Gasen, Dämpfen,
Gerüchen, Rauch, Ruß, Wärme, Geräusch, Erschütterungen und ähnliche von
einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkungen insoweit nicht
verbieten, als die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht
oder nur unwesentlich beeinträchtigt. Eine unwesentliche
Beeinträchtigung liegt in der Regel vor, wenn die in Gesetzen oder
Rechtsverordnungen festgelegten Grenz- oder Richtwerte von den nach
diesen Vorschriften ermittelten und bewerteten Einwirkungen nicht
überschritten werden. (...)
Da meine gelegentlichen Grillfeuer das Nachbargrundstück nur unwesentlich beeinträchtigen (es duftet halt nach Feuer), sehe ich eigentlich keinen Grund, weiter darauf zu verzichten.
Aber da ich ja weiß, dass Ämter grundsätzlich mit Allem überlastet sind, lasse ich der Gnä' Frau noch etwas Zeit. Aber nur noch ein paar Tage, dann ist Schluss mit Lustig.
11.06.2010 - Brief vom RA
Am 11.06.2010 bekam ich Post von Nachbars Rechtsanwalt. Er schrieb mir, dass er den Nachbarn ab jetzt vertritt. (Äh, sollte der Brief nicht besser an Nachbars Frau gehen? Ach so, da geht es ja noch weiter...)...blablabla... Du bist ein böser Junge gewesen! Sehr oft! Kenne ich ja schon. Uuuuhhh, nur dieses Mal mit der Androhung einer gerichtlichen Klärung. Und wieder diverse falsche Beschuldigungen.
Geilstes Beispiel: Ich hätte mit einer Eisenstange auf seine Satelitenschüsseln gekloppt und dabei die Einstellung verstellt. (Hey, das habe ich mir nicht ausgedacht, das steht da echt so drin!)
Meiner Meinung nach ist das Blechding nachher ziemlich reif für die Schrottpresse, wenn ich da mit etwas draufhaue. Und das müsste nicht mal Eisen sein, eine Holzlatte würde vermutlich auch schon mindestens Dellen oder Lackabplatzer hinterlassen. Ich hab mir die Schüsseln mal angesehen, aber ich konnte nicht eine einzige Beschädigung finden. Und weder Schüsseln noch LNBs sind neu...
Kurz vorher hat uns einer der letzten Stürme mehrere Dachziegel vom Dach geweht und die Sat-Schüssel samt Halterung aus der Hauswand gerissen. Ich sollte mir einen Rechtsanwalt nehmen und überlegen, wem ich das in die Schuhe schieben kann...

Besonders delikat bei der Geschichte: Die Kamera auf dem Balkon, die die Schüsseln die ganze Zeit im Auge gehabt hatte, ist just vorher verschwunden. Na so ein Zufall!
Frose - ein geiler Traum...
In Frose war das alte Umspannwerk zu kaufen, das aus 15 000 m² Grundstück, einem großen Wohnhaus, einer kleinen Turmhalle mit Kran, drei großen Hallen in verschiedenen Größen, einer großen getrennt liegenden Dreiergarage und reichlichst Stell-, Lager- und Büroflächen besteht. Sehr viel zu tun, aber eine mit Strom, Wasser und Abwasser erschlossene und sehr gesunde Basis. Zuletzt bis 2006 als Disco für Technopartys benutzt und für unsere Vorhaben ideal.
In den vergangenen 7 Jahren, in denen ich immer und immer wieder Hallen und Gelände suchte und ansah, habe ich noch kein so perfekt passendes Objekt gefunden. Um auch wirklich sicher zu sein, fuhren wir spontan hin und sahen uns die Hütte an. Geil, geil, obergeil!!! Noch dazu hätte bei Michel und Cindy alles nahezu perfekt gepasst, ihr Leben hier ebenfalls an den Nagel zu hängen und uns in unsere Anderswelt zu stürzen.
Diesen kurzen, aber sehr intensiven Traum träumten Michel, Cindy, Happy und ich etwa zwei Wochen lang Tags und Nachts bis wenige Tage vor dem 24.6.2010. Da wurde das Gelände nämlich versteigert. Für 16 400 Euro. Mit den Nebenkosten kommt man auf rund 22 TEuro. Wir versuchten wirklich alles (wir pumpten sogar meinen Nachbarn an!), um 30 TEuro aufzutreiben und dann bis 22 TEuro mitbieten zu können, aber wir haben es nicht geschafft... 
Und weil dieser Traum so geil war, bekommt er die erste Seite der alternativen Hofschmieden eingerichtet...
22.06.2010 - Anzeige wegen Umweltverschmutzung
Am 22.06.2010 erreichte mich ein Brief von der Kriminalinspektion in Neustadt an der Weinstraße. Eine Vorladung. "Beschuldigtenvernehmung - Verbrennen von Abfällen in einer Metalltonne".
Hört sich ja alles total spannend an. Ist Abfall Abfall, wenn er gleichzeitig Wertstoff ist? Ist ein Grillfass eine Verbrennungsanlage? Werde ich die Adresse finden? Fragen über Fragen...
Düdo stillgelegt
Zwischen dem 23.06. Abends und dem 25.06.2010 Mittags war irgendjemand an meinem Düdo (parkte auf der Straße), hat sich daran zu schaffen gemacht und die Kiste lahmgelegt. Er sprang super an wie immer, ich ließ ihn etwa 10 Sekunden im Stand laufen, fuhr im 2. Gang los, schaltete in den 3. und da starb der Motor ab und ich rollte an den Straßenrand. Bisher war er auch nicht wieder zum Starten zu überreden...Luftzufuhr kann es nicht sein, da ist kein Schlauch zum Abspringen oder sowas. Luft bekommt er immer.
Sprit. Mein Tank hat kein Tankschloss und ich bilde mir ein, dass der Tank etwas voller angezeigt wurde als bei meiner Parkung. Den Tank habe ich geleert und den Inhalt in Kanister gefüllt, aber das von mir vermutete Wasser habe ich nicht gefunden. Aber vielleicht war es auch etwas, das sich mit dem Diesel vermischt hat. In die Kanister hatte ich mal geschnuppert, aber da riecht jeder anders. Ich werde das System mal komplett leeren müssen.
Leitung durchgeschnitten wurde wohl nicht, denn da läuft fast überall sofort reichlich Diesel raus, aber unter dem Auto war es trocken.
Warum muss ich gerade wieder an die vier platten Reifen damals am VW Bus vor Nachbar's Haus denken...?
Da versucht doch jemand mit aller Gewalt zu erreichen, dass ich nicht mehr hier weg komme und mich intensiver mit ihm beschäftige, oder? Aber leider bin ich gerade so in die Arbeiten am Transit vertieft, dass ich gar keinen Kopf für was Anderes habe. Aus gegebenem Anlass sehe ich nämlich die Notwendigkeit eines zweiten Wagens, damit ich jederzeit mobil sein kann...
01.07.2010 - Termin in Neustadt
Da mein Auto ja rechtzeitig außer Betrieb gesetzt worden
war, brauchte ich mir um die Adressfindung der Polizei keine Sorgen zu machen.
Meine Fahrerin war sogar mit Routenbeschreibung und Navi bewaffnet. Das
war gut! Eine Sorge weniger!
Die Vernehmung selber brachte mir nur sehr wenig Neues. Falsche
Anschuldigungen kenne ich ja mittlerweile zur Genüge. Paragraphen konnte
ich auch keine aufschnappen. Das BImschG bringt mich auch nicht weiter
als das LImschG - im Gegenteil...
Nun ja, ich warte einfach ab was passiert...
02.07.2010 - Amt immer noch stumm
Nichts vom Ordnungsamt gehört. Aufgrund einiger
Neuerungen und einiger immer noch ungeklärter Probleme, habe ich die
E-Mails an die Frau X vom Ordnungsamt nochmals geschickt. Aber
eigentlich rechne ich wieder nicht mit einer Antwort. So ein Verhalten
ihrerseits wurde mir von vielen Gemeindemitgliedern zugetragen. Die gute
Frau ist -wenn ich das alles zusammenfasse- immer sehr schnell im
Mecker weiterleiten, hat aber kein weiteres Interesse an Arbeit - also
sowas wie das Überprüfen irgendwelcher Beschuldigungen, bevor man
einschreitet. Und um irgendwas kümmern (also wo man sich mehr als ein
einziges Mal damit beschäftigen muss) kommt schon gleich garnicht in
Frage.
Vielleicht ändert sich mein Bild von ihr, wenn ich sie
bei einer Ortsbesichtigung mal persönlich kennen lerne. Zumindest würde
dann aus diesem "Phantom" ein Mensch für mich. Aber bisher bekam ich nur
die Gerüchte von ihr bestätigt...
03.07.2010 - Düdo läuft wieder
Hab die letzte Nacht die
Leitungen und Filter geleert, neuen Sprit in den Tank und das System entlüftet. Heute Mittag Knopf gedrückt - läuft. Der Tankinhalt
war wohl mit Spüliwasser versetzt worden, was sich ganz prima mit dem Diesel
vermischt. Das erklärt dann auch, warum er beim Wegfahren so schnell
wieder ausgegangen war...
Gekostet hat die ganze Aktion rund 20 Euro
für den verhundsten Sprit und dessen Entsorgung...
05.07.2010 - Meine Mutter...
kam kurz vor 17 Uhr zu einem Gespräch mit dem Nachbarn hier an. Ich
hatte es vor anderthalb Jahren versucht, aber das Ergebnis kennen wir
ja. Ergo hatte ich keine weitere Lust auf solche sinnlosen Spirenzchen.
Noch dazu bei dem schönen Wetter...
Das Ergebnis ist schon nicht uninteressant. Man will sich vielleicht
doch untreu werden und eine Überdachung befürworten...
Aber dann bliebe immer noch abzuwarten, was das Bauamt von unserem Vorhaben hält. Ich wette, dass die nach dem ganzen Theater rund um
die 47 auf Block gehen und alles verhindern...
(Mittlerweile zweifeln meine Eltern auch schon wieder am Sinn der Kosten für ein provisorisches Dach...)
Aber mir ist es eh egal geworden, denn ich weiß schon lange dass ich hier fehl am
Platze bin. Ich brauche meine Anderswelt, wo ich so sein kann wie ich
bin. Wo ich mich ausbreiten kann und nicht immer von Gebäude zu Gebäude
latschen muss, sondern wo alles beieinander Platz hat. Viel Platz. Wo
ich auch Nachts mal kurz flexen kann, wenn es die Situation erfordert.
So ein Frose halt... (Nachts flexen konnte ich sogar in der Halle in
Obigheim problemlos - und die war nur 20 m von der Wohnbebauung weg...)
Und da wir Frose mangels Rücklagen so gnadenlos auf Grund laufen lassen
mussten, werde ich mich ab jetzt nach meinen Möglichkeiten in die Arbeit
stürzen und das Sparen anfangen. Vielleicht schaffe ich es ja...
...irgendwann...
Zusammenfassung der Schäden der letzten Jahre
Diebstähle:1 Fahrrad
2 Besen
1 Schneeschaufel
1 Restmülltonne
1 Hoftor (wieder aufgefunden)
2 Auffahrrampen
Beschädigungen:
4 Reifen an 1 Fzg. gleichzeitig platt gemacht
1 Rad gelockert
1 Seitenwand verkratzt
2 Außenspiegel demoliert
1 Briefkasten gesprengt
Lackspray am Torpfosten
Spüliwasser o.ä. in meinem Dieseltank
Weiterhin diverse ruf- und geschäftsschädigende Falschanzeigen bei diversen Ämtern, ständige Grillbesuche der Polizei.
Ich ziehe jetzt hier einen
------S-C-H-L-U-S-S-S-T-R-I-C-H------
Ich halte die Füße still, ziehe den Kopf ein und löffle die Suppe aus,
die ich mir eingebrockt habe. Für die Suppen Anderer bin ich nicht
zuständig!
Hier eine kleine Sammlung relevanter Regelungen für das nette Miteinander:
- Die BImSchV (und EG-Blabla) regeln in der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung die Uhrzeiten für die Benutzung von 57 Geräten und Maschinen innerhalb von Wohngebieten im Freien auf Werktage von 7 bis 20 Uhr.
- Unser LImSchG fügt dem für Privatlärmende eine Mittagspause zwischen 13 und 15 Uhr hinzu.
- Für Arbeiten 'nicht im Freien' gilt die nächtliche Ruhezeit von 22 bis 6 Uhr.
- Das Grillen mit Holzkohle, Briketts oder unbehandeltem Holz ist gleichermaßen statthaft, die Bauform von Grills nicht vorgeschrieben.
- BGB § 906 Abs. 1: Der Eigentümer eines Grundstücks kann die Zuführung von Gasen, Dämpfen, Gerüchen, Rauch, Ruß, Wärme, Geräusch, Erschütterungen und ähnliche von einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkungen insoweit nicht verbieten, als die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt. (...)
07.07.2010 - Antwort vom Ordnungsamt - Grillung
"...zum
Grillen sind keine speziellen gesetzlichen Regelungen erlassen worden. Durch das
Grillen darf keine Rauchbelästigung für Andere entstehen. Auch müssen Sie
private Rechte von Nachbarn wahren. Näheres dazu erteilt Ihnen ein Rechtsanwalt
oder die Rechtsauskunftsstelle des Amtsgerichtes..."
Grillen ohne Rauch? Wie soll das gehen? Selbst mit Holzkohle geht es anfangs nicht rauchfrei. Und das Holz raucht auch nur so lange, bis es richtig brennt.
Ach scheiß drauf! Und wenn ich weiterhin Grillbesuch bekomme, lege ich zukünftig halt ein paar Würstchen mehr auf. Vielleicht kann man mit der Polizei ein Abkommen treffen, dass die kurz anrufen bevor sie losfahren. Wenn die noch Bier und/oder Cola von der Tanke mitbringen, dann sind die Fahrtkosten wenigstens nicht für'n Arsch gewesen...
27.07.2010 - Staatsanwaltschaft Frankenthal
Ein Brief der SA FT lässt mich wissen, dass das Verfahren gegen mich (Unerlaubtes Betreiben von Anlagen) gemäß § 153 Abs. 1 der Strafprozessordnung eingestellt wurde.
"Wegen der noch in Frage stehenden Ordnungswidrigkeiten wurde der Vorgang an die zuständige Bußgeld (Kreisverwaltung Bad Dürkheim -Bußgeldstelle-, Bad Dürkheim) abgegeben."
Man darf also weiterhin gespannt sein, ob die noch ein paar tolle Ideen anzubringen haben...









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