Neulich im großen Online-Auktionshaus...
O309 (also die Omnibus-Variante des Düdo), Bj. 1978, seit 1989 Wohnmobil, 7m lang, 178 tkm.Ein Auszug aus dem Beschreibungstext: "Muss von innen und außen noch etwas verschönert werden, ansonsten ist das Fahrzeug fahrbereit. Die Bereifung ist gut. TÜV auf Wunsch neu. Das Wohnmobil ist ausgestattet mit einen Waschraum (Waschbecken, WC), einer Kochstelle (3-Platten Gaskocher, Waschbecken, Kühlschrank), Frisch- und Abwassertank, Kleiderschrank, Festbett, Sitzgruppe für 4-6 Personen."
Dazu gesellen sich noch eine Gasheizung, eine Servolenkung und so nette Features wie der abgesenkte Einstieg zur Beifahrertür.
So weit nett. Aber die Fenster...
Andererseits machen die hell. Und im zotteligen Hairy Porter hatte ich die hintersten Seitenfenster stillgelegt und isoliert, das war auch prima. Und von der Ausstattung her ist der "Omnibus" wohl ein Rundum-sorglos-Paket. Selbst wenn er etwas teurer wäre, so müsste ich anschließend praktisch nichts mehr machen.
Kleinigkeiten, jo. Und eine Inspektion halt. Und dann? Transit fertig
schweißen, verkaufen, Urlaub machen... 
Bleibt ja nichts anderes mehr übrig. OK, mein Werkzeug bekomme ich problemlos unter. Aber "Werkstatt" fällt irgendwie gerade unter den Tisch. Und genau so "Transporter". Laden in meinem Sinne fällt mit der kleinen Luke ja wohl eher aus.
...aber Hauptsache der Urlaub ist gesichert. Und in DEM Teil ließe es sich bestimmt eine Weile aushalten...:
Ein paar Tage später...
Ob es sich wirklich darin aushalten lässt, lasse ich Dich dann bald hier wissen....
(Ja, hab' ich dann wohl...
)Ob die hintere Klappe wirklich so brauchbar ist wie ich hoffe, werde ich dann bald erfahren. Mir wären Hecktüren eigentlich lieber gewesen, aber der gesamte Rest dieses Fensterdüdos erschien einfach zu passend zu sein. Ihn wegen einer unerwünschten Kofferraumklappe nicht zu kaufen, wäre eine faule Ausrede gewesen. Ich hab ja'n Schweißgerät...!




Vermutlich muss ich das Bett höher unterbauen, um mehr Stauraum im Heck zu gewinnen. Das sollte eine lösbare Aufgabe darstellen. Und der Rest wird sich im Laufe der Zeit finden. Wenn ich an den Einbauten was verändern muss, kann ich gleich meine neue Binford 6100 Turbo Kettensäge ausprobieren...
Jetzt hoffe ich natürlich, dass der Begriff "fahrbereit" aus der Artikelbeschreibung von beiden Seiten im selben Sinne interpretiert wird... - in meinem!
Am Freitag (19.06.2009) werde ich das erfahren, denn da wollen wir (Simon und Polo) den Bus holen
fahren. 550 km laut Routenplaner. Papa leiht mir sein Tomtom. Wenn uns
dieses nicht irreleitet, dann könnte es dieses Mal ohne größere
Verfahrereien gehen. Hoffentlich auch ohne Stau und ohne Panne... Der Tag danach...
Nachdem mein Fahrer für gestern ausgefallen war, musste ich notgedrungen mit dem Zug nach Leer/Ostfriesland fahren. Rote Kennzeichen und einen dicken Umschlag mit Geld im Gepäck, düste ich fast 6 Stunden lang quer durch Deutschland. (Naja, die nördliche Hälfte jedenfalls...)Der erste Blick war schon ernüchternd. Das Ding war übelst lackiert (gerollt) worden. Der Verkäufer meinte, ich wolle mir bestimmt zuerst den Innenraum ansehen. Naja, dann mach halt mal. Aufteilung recht gut, alles drin was man brauchen könnte, aber leider auch nicht sonderlich gut gepflegt. Eine der beiden Dachluken schloss nicht mehr richtig, es schien aber wenigstens kein Wasser rein zu laufen...
Ja, man könnte es eine ganze Weile da drin aushalten... - wenn man das Äußere vergessen könnte und den Kopf wieder frei bekäme. Doch leider wäre mir das unmöglich gewesen. Ich fand außen nicht ein einziges Blech, das nicht verpfuscht worden war. Alles wellig und dick mit Spachtel überzogen. Und dann Lack drauf. Spachtel schleifen hielt man scheinbar nicht für nötig. Wozu auch, so ein ordentlicher Strukturputz auf dem Blech ist doch mal was ganz anderes....
Die Vorbesitzer (der Verkäufer und sein Kumpel) hatten nach eigener Auskunft schon einige Bleche rein gesetzt. Naja, verzinkte Bleche rein gelötet. Das Schwellerblech rechts konnte man 20cm rein und raus bewegen, weil beim Unterbau scheinbar ein paar Bleche weg gelassen worden waren. Überall schaute durch kleine Risse in der Spachtelmasse der Rost durch, wie es unter der Spachtel aussieht, wollte ich lieber gar nicht erst in Erfahrung bringen. Die Frontscheibe hatten sie auch schon mal raus und den Rahmen entrostet. Was soll ich sagen? Beim Rausmachen hatten sie die große Scheibe kaputt gemacht, der Rahmen rostet immer noch fleißig und am Ende haben die die 30 Jahre alten Dichtungen wieder verwendet. Und es ist nicht so, dass die noch brauchbar gewesen wären...
Die angeblich guten Reifen hatten vorne noch 3mm Profil und alle 6 waren völlig rissig. Der im April 2009 abgelaufene TÜV (laut ebay Inserat) kommt mir jetzt auch etwas merkwürdig vor, nachdem der Verkäufer mir gesagt hatte, dass sie die Kiste schon seit Jahren nur mit roten Kennzeichen bewegt hatten, weil sie die im Geschäft halt hätten. Abmeldung war wohl vor 7 Jahren. Klar. Ich fahre meine ganzen abgemeldeten Autos auch immer zum TÜV. Und er müsste ja 04/08 dort gewesen sein, denn als Kraftfahrzeug über 3,5 t muss er jedes Jahr zum TÜV...
Ich tat das einzig sinnvolle und hab die Karre stehen lassen. Das sorgte zwar für lange Geschichter und mir wurden indirekt Drohungen gemacht ("...mal sehen wie wir dann weiter vorgehen..."), aber hey: Wie lange brauche ich um so viel Geld anzuhäufen? Nö! Nicht nochmal. Sollen die ihren Schrott selber entsorgen, aber ohne meine Kohle. Zurück zum Bahnhof in Leer...

Nachtrag:
Der nette Verkäufer hat mittlerweile bei ebay Beschwerde wegen eines nicht bezahlten Artikels gegen mich eingereicht. Uuuuhhhh, gruselig...
Ich hab mal ein paar Fakten zurück geschrieben: "In der Beschreibung steht, dass die Reifen gut sind. Die vorderen Reifen haben nur etwa 3mm Profil, alle 6 Reifen sind völlig überaltert und rissig. Bei einem Satz Reifen handelt es sich um eine Ausgabe von 700-800 Euro! Weitere gravierende Mängel am Rahmen (z.B. Innenschweller rechte Seite ungenügend mit 2 Punkten geschweißt etc.). Weitere gravierende Mängel an der gesamten Karosserie (sichtbar unterrostete Spachtelmasse so weit das Auge reicht) wurden einfach nicht erwähnt. Dachluke undicht..."
Das Ende vom Lied? Er hat den Fall kommentarlos geschlossen, ich hab eine Verwarnung und der Verkäufer eine negative Bewertung bekommen. Alle sind glücklich. Oder etwa nicht?
Nachtrag 2:
Ich hab 2 Wochen später nochmal auf den Hinweis von ebay geantwortet, in dem ich über die erhaltene Verwarnung informiert wurde: "Ja mehr als den Link zum defekten Reifen kann ich nicht senden. Der Verkäufer wollte mir den Reifen auch nicht zur Beweissicherung überlassen. Und dass er die zu unrecht erteilte Mahnung wegen eines nicht bezahlten Artikels nicht zurück nimmt, wundert mich auch nicht. Wer schon Mängel verschweigt und falsche Angaben macht (Reifen sind gut), der wird dann voller Einsicht sein... Ja nee, iss klar..."
In der netten Antwort entschuldigte man sich bei mir für die zu unrecht erhaltene Verwarnung, löschte diese auf höherer als der Kundenebene und bedankte sich bei mir wegen des Hinweises über den Verkäufer caddypower223. Angeblich steht der jetzt etwas genauer unter Beobachtung...
Andererseits ist der Account erst mal verhundst: 7 positive und 1 negative Bewertung, derzeit 80%. An dessen Stelle würde ich den allenfalls noch zum Kaufen benutzen...
Zurück zum Text - ich stehe also dumm am Bahnhof in Leer / Ostfriesland...
Der nette Verkäufer hat mittlerweile bei ebay Beschwerde wegen eines nicht bezahlten Artikels gegen mich eingereicht. Uuuuhhhh, gruselig...
Ich hab mal ein paar Fakten zurück geschrieben: "In der Beschreibung steht, dass die Reifen gut sind. Die vorderen Reifen haben nur etwa 3mm Profil, alle 6 Reifen sind völlig überaltert und rissig. Bei einem Satz Reifen handelt es sich um eine Ausgabe von 700-800 Euro! Weitere gravierende Mängel am Rahmen (z.B. Innenschweller rechte Seite ungenügend mit 2 Punkten geschweißt etc.). Weitere gravierende Mängel an der gesamten Karosserie (sichtbar unterrostete Spachtelmasse so weit das Auge reicht) wurden einfach nicht erwähnt. Dachluke undicht..."
Das Ende vom Lied? Er hat den Fall kommentarlos geschlossen, ich hab eine Verwarnung und der Verkäufer eine negative Bewertung bekommen. Alle sind glücklich. Oder etwa nicht?
Nachtrag 2:
Ich hab 2 Wochen später nochmal auf den Hinweis von ebay geantwortet, in dem ich über die erhaltene Verwarnung informiert wurde: "Ja mehr als den Link zum defekten Reifen kann ich nicht senden. Der Verkäufer wollte mir den Reifen auch nicht zur Beweissicherung überlassen. Und dass er die zu unrecht erteilte Mahnung wegen eines nicht bezahlten Artikels nicht zurück nimmt, wundert mich auch nicht. Wer schon Mängel verschweigt und falsche Angaben macht (Reifen sind gut), der wird dann voller Einsicht sein... Ja nee, iss klar..."
In der netten Antwort entschuldigte man sich bei mir für die zu unrecht erhaltene Verwarnung, löschte diese auf höherer als der Kundenebene und bedankte sich bei mir wegen des Hinweises über den Verkäufer caddypower223. Angeblich steht der jetzt etwas genauer unter Beobachtung...
Andererseits ist der Account erst mal verhundst: 7 positive und 1 negative Bewertung, derzeit 80%. An dessen Stelle würde ich den allenfalls noch zum Kaufen benutzen...
Zurück zum Text - ich stehe also dumm am Bahnhof in Leer / Ostfriesland...
Aber wir haben ja noch Alternativen...
Den orangenen Messwagen vom Biesterfeld in Bornhöved (bei Kiel) zum Beispiel. Auch wenn ich den eigentlich doch nicht mehr kaufen wollte, weil der an der Karosserie zu gammelig ist, so hat er doch nur 45 tkm und eine vermutlich gesunde Basis. Zumindest die Rahmenbedingungen (also der Leiter- und die äußeren Querrahmen) sahen sehr ordentlich aus. Innen durch ein leicht undichtes Dach (die Fugen) und undichte Dachluken etwas feucht, aber bestimmt noch zu retten.Kosten sollte der Wagen seit März 2008 5000 Euro, vor etwa 1 Monat hat er den Preis auf 4000 Euro gesenkt. Kurz danach hatte ich ihm geschrieben, dass ich die Kiste für 3000 Euro nehmen würde, auch wenn das nicht unbedingt sinnvoll sei. Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf aus Bornhöved. Wir redeten eine Weile über das Auto und einigten uns so, dass ich ihn für 3000 Euro haben könne (als Bastlerfahrzeug ohne Gewährleistungsanspruch), wenn er binnen 3 Wochen nicht verkauft worden wäre. Naja, die 3 Wochen waren praktisch auf den Tag genau um. Also rief ich schnell Peter an und er gab mir die Kontaktdaten.
Der Anruf bestätigte den ersten Eindruck über den Herrn (wir hatten uns das Auto ja schon in natura angesehen und den Händler kennen gelernt). Wechselhaft. Sehr wechselhaft. Ich hatte mich vor Ort und später am Telefon so super mit dem Typ unterhalten und wir waren uns eigentlich einig gewesen. Jetzt wusste er zwar noch um unsere Abmachung, wollte mir das Ding aber höchstens für 3000 zuzüglich der gesetzlichen Märchensteuer überlassen, weil er diese abführen müsse und er es ja sonst quasi für 2500 Euro hergeben würde. Und wieder fing er an, dass ich kein Händler sei und wegen Garantie und sonstwas. Ok, da hatte er wohl vergessen, dass ich das Teil als Bastlerware gekauft hätte und er dadurch von der Haftung frei gewesen wäre. Ich hatte noch nie ein Auto besessen, auf das es überhaupt noch Garantie oder Gewährleistung gegeben hätte....
Nö, wackelige Geschäftspartner mag ich nicht sonderlich. Abgemacht ist nun mal abgemacht. Als ich dann meinte, dass ich mir das in diesem Fall nochmal überlegen müsse und mich eher nochmal telefonisch melden würde, bot er mir an, dass wir uns die Steuer teilen könnten. (Ich hatte ihm an Anfang des Telefonates gesagt, dass ich nicht allzu weit von ihm weg wäre und mit Schildern und Geld bewaffnet wäre.) Naja, das wären dann so etwa 3300 Euro. Ob die Karre das wert ist, sei mal dahin gestellt. Ich hätte ihn mich 3000 Euro kosten lassen. Aber wohl eher, weil mir die Kiste leid tat und ich sie von ihrem Schicksal erlösen wollte. Über mein Schicksal hatte ich mir da noch nicht so die Sorgen gemacht, aber wer weiß wie lange ich an dem Teil wieder hätte rumbasteln müssen...
Nö, der ist ein Fass ohne Boden...
Nachtrag: Irgendwann Anfang August 2009 wurde der Düdo dann scheinbar doch von seinem Schicksal erlöst. Jedenfalls ist er nicht mehr beim Biesterfeld ausgeschrieben.Und jetzt? Wieder Feuerwehr...?
Das wäre dann mal gleich noch eine saubere Alternative. Kastenwagen, 20 tkm, 7m lang, Hochdach mit Reling und Leiter. Steht in Österreich und ist laut Verkäufer in einem absolut leckeren Zustand, nahezu rostfrei. Auch Beulen oder Spachtelplacken suche man an dem Wagen vergeblich. Preislich liegt er noch etwas über dem Wohnmobil, hat aber halt neben dem guten Zustand keine weiteren Extras.Ein kompletter Wohnmobilumbau ist natürlich schweineteuer, also käme sowas von vornherein nicht in Frage. Weiterer Nachteil wäre das Baujahr. Erst in 4 Jahrn könnte man über Oldtimerzulassung nachdenken, wenn man ihn original lassen würde und unser liebevoll für uns sorgender Staat diese Oldtimerzulassungsregelung nicht vorher wieder kippt...
Wenn ich auf die Umweltzonen scheißen würde, bliebe die Zulassung als LKW. Beim LKW ist die Steuer im Vergleich zum Wohnmobil relativ niedrig. Bei der Versicherung verhält es sich normalerweise genau umgekehrt. Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber noch: Die Alte Leipziger Versicherung versichert Fahrzeuge ab 25 Jahren Alter als Oldtimer - sogar ohne H-Kennzeichen...

Auf jeden Fall hätte die Feuerwehr den Vorteil einer gesunden Karosserie, Achsen und Getriebe. Wie weit der Motor misshandelt wurde, lässt sich erst herausfinden, wenn er kaputt ist. Da sind halt die Feuerwehren immer arm dran, denn wenn sie los müssen, dann geich schnell schnell....
Feuerwehr!
Der Anbieter versprach mir, dass die beide im gleichen, fast neuwertigen Zustand seien. Leer, mit Trennwand hinter den Sitzen. Das hört sich doch eigentlich sehr gut an. Hab mir auch eine ganze Nacht grübelnderweise um die Ohren gehauen, bevor ich mich dann endgültig gegen Rostbeseitigung und stattdessen für den Selbstbau eines Leicht-Innenausbaus (das kleinere Übel
) entschieden: Eine 3. Feuerwehr kommt auf den Hof...




















